Rezension: Der Duft des Regens von Frances Greenslade

Hey meine Liebe,

am liebsten lese ich ja Fantasy-Bücher. Hier kann ich mich so richtig in die Geschichten hineinlummeln und die verschiedensten Wesen und Faszinationen mit erleben.
Nun bin ich aber auf dem Blog von Mestra über ein Buch gestoßen, was mich inhaltlich sehr interessiert und auch vom Cover durchaus angesprochen hat.
Dies war allerdings kein Fantasy, sondern ein Familien-Buch.

Bevor ich lange darüber nachgedacht habe, wurden bei LovleyBooks Leser für eine Leserunde gesucht und ich habe mein Glück versucht.

Erstaunlicherweise wurde ich ausgewählt und ich konnte tatsächlich mitlesen und möchte euch nun meinen Eindruck weitergeben.

Der Duft des Regens von Frances Greenslade

Der Duft des Regens von Frances Greenslade

Daten & Fakten:

Taschenbuch: 361 Seiten
Verlag: Insel Taschenbuch (Suhrkamp)
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-458-35955-5
Buchreihe: Einzelband
Kostenpunkt: 9,99 € (D)
Erschienen: 21.10.2013
Leseprobe


Die Autorin:

Frances Greenslade, geboren 1961 in Ontario, Kanada, wuchs mit fünf Geschwistern auf der Niagara-Halbinsel auf. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Penticton, British Columbia, wo sie am Okanagan College Englisch lehrt. Der Duft des Regens, dessen Übersetzungsrechte bereits in mehrere Länder verkauft sind, ist ihr erster Roman.

Der Verlag erzählt:

In den weiten Wäldern Kanadas wachsen die Schwestern Maggie und Jenny behütet und umsorgt auf. Bis die Mutter die Mädchen eines Tages bei einer fremden Familie in der Stadt in die Obhut gibt - vorübergehend, sagt sie. Doch Tage werden zu Wochen, Wochen zu Monaten und zu Jahren. Schließlich macht sich Maggie auf, die Mutter zu finden, und kehrt zurück in die mächtigen Wälder, an die Orte ihrer Kindheit ...
(Klappentext)

Die Covergestaltung:

Das Cover dieses Taschenbuchs hat mich total begeistert. Es strahlt eine Fröhlichkeit und Zweisamkeit aus, die mich in ihren Bann gezogen hat. Ich kann auch nicht sagen wieso.
Aber diese beiden fröhlichen Mädchen/Frauen welche in den See oder das Meer springen haben mich begeistert.
Ich finde es ein gelungenes und vor allem sehr ansprechendes Cover, welches zum Lesen einlädt.

Der Inhalt:

Die Schwestern Maggie und Jenny wachsen mit ihren Eltern in den weiten Wäldern Kanadas auf. Zu Beginn kann man auch durchaus sagen, dass die Familie insgesamt eine glückliche war, auch wenn sie schon da ihre ersten Probleme hatten.
Doch dies Glück sollte nicht mehr lange wären, denn ein Schicksalsschlag nach dem anderen traf die beiden Schwestern. Erst stirbt der Vater, dann gibt die Mutter die Kinder bei Bekannten ab und letztlich passiert noch so einiges andere was die Schwestern auf eine harte Probe stellt.
Werden sie einen Weg aus der Krise finden? Wird ihre Mutter zurückkommen? Werden sie ein glückliches Leben erneut beginnen können?

Die Charaktere:

In erster Linie ist Maggie wohl der Hauptcharakter überhaupt. Sie ist der Sichtpunkt, aus dem der Leser seine Informationen erhält.
Vor allem bekommt man Einblick in ihre Gedanken, Sichtweisen und Ängsten. Man merkt sehr schnell, dass sie für ihr Alter eine reife, aber dennoch verschüchterte und ängstliche Persönlichkeit ist.

Sie braucht ihre Zeit um mit Leuten warm zu werden und selbst dann ist sie noch sehr verschlossen und zurückhaltend.

Ihre Schwester Jenny hingegen ist eine Frohnatur. Sie lässt sich so schnell nicht unterkriegen und weiß was sie möchte. Zumindest kann sie vieles sehr gut verbergen und erst ziemlich zum Schluss lernt man sie besser und intensiver kennen.

Natürlich gibt es auch noch einige andere interessante und prägende Charaktere, die man nicht vernachlässigen sollte.

Meine Meinung:

Ich habe mich mit diesem Buch mal ganz von meinen üblichen Büchern abgehangelt und wollte etwas Neues und gutes lesen. Nun bin ich bei diesem Buch hängen geblieben und kann im Großen und Ganzen sagen es ist wirklich das Lesen wert.

Es ist schön, ruhig und verständlich geschrieben. Wobei ich es teilweise schon etwas sehr traurig finde, aber andererseits ist die Situation in der Maggie und Jenny stecken keine lustige. Man erfährt in dem Buch viele Hintergründe, Gefühle und Sichtweisen die begeistern, abschrecken und irritieren. Ich finde es ist sehr viel vertreten, was einem zum Nachdenken bringt und gerade die Reaktionen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen.
Die Geschichte ist sehr berührend geschrieben.

Sehr schön lernt man auf den einzelnen Seiten den Charakter von Maggie kennen. Da das Buch aus ihrer Sichtweise geschrieben ist, nimmt man natürlich nur ihre war und kann sich dadurch auch nicht immer auf alle konzentrieren. Allerdings ist Maggie eine sehr gute Beobachterin, sodass man doch auf diese Art auch andere Charaktere kennen lernt.

Schon zu Beginn merkt man, dass Maggie ein sehr in sich gekehrtes Mädchen ist was durchaus von ihrem Vater her regt. Dieser ist nämlich vom gleichen Holz gemacht und sagt nur dann etwas, wenn es ihm auch wirklich wichtig erscheint.

Man merkt im ganzen Buch eine Melancholie welche sich ausbreitet und dadurch sehr gut aufzeigen kann wie sich ein Mensch mit Schicksalsschlägen ändern kann.

Sehr schade finde ich an dem Buch, dass ich manche Handlungen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Es hat teilweise für meinen Geschmack zu lange gedauert, bis in gewissen Phasen gehandelt wurde. Man konnte durchaus wahrnehmen, dass der Verlust des Vaters und der Mutter bei ihnen vorhanden ist doch die Gegenarbeit blieb aus. Man muss sich doch wehren, versuchen einen Weg heraus zu finden und sich nicht damit abfinden.

Der Duft des Regens von Frances Greenslade - Seiten

Insgesamt finde ich die Geschichte aber gut aufgebaut. Durch Maggie lernt man einige verschiedene Charaktere kennen, die sie und ihre Schwester prägen. Es fällt auf, dass obwohl sich die Schwestern lieb haben sie sich in verschiedene Richtungen entwickeln und an einem weiteren Wendepunkt so langsam wieder zueinanderfinden. Doch trotzdem finde ich, dass sie irgendwie immer eine kleine Mauer zwischen sich haben welche zumindest ich gespürt und wahrgenommen habe.

Ziemlich zum Ende des Buches kommen dann auch viele Aufklärungen bezüglich der Eltern von Maggie und Jenny. Hier wurde plausibel und verständlich aufgeklärt, wieso verschiedene Situationen zu Stande gekommen sind. Etwas schade fand ich, dass es doch etwas lang gedauert hat bis die Schwestern mal agiert haben. Aber gut, man weiß ja nie wie man selber reagieren würde wenn verschiedene Dinge über einen hereinstürzen.

Die Person Maggie wurde von Frances Greenslade sehr liebevoll, detailliert und gefühlvoll wiedergegeben. Man merkt sehr schön wie sich ihre einzelnen Erwartungen, Gedanken und Wünsche entwickeln und verwirren.

Sehr schön ist, dass man im Buch wahrnimmt wie erwachsen die junge Maggie in ihrem Kopf eigentlich ist. Es ist traurig und faszinierend mitzuerleben, wie sie langsam mit ihrer Schwester gemeinsam ohne Mutter aufwächst und sich entwickelt.
Es gibt immer wieder Passagen, wo einfach das Kind in ihr zum Vorschein kommt auch wenn man es sonst nicht groß wahrnimmt.
Sehr schnell lernt sie, was es heißt auf eigenen Beinen zu stehen.

Auch alle anderen Personen im Buch sind liebevoll miteingebaut worden, wobei man nicht von allen alles hintergründige erfährt. Doch das ist auch gar nicht nötig. Die wichtigsten wurden gut und informativ aufgenommen, sodass man sie hervorragend mit ins Bild einfügen konnte.
Das Ende war für mich doch relativ überraschend und hat leider auch ein paar Fragen zurück gelassen. Die ein oder andere ist nicht so schlimm, da man seine eigene Fantasy spielen lassen kann. Doch leider sind auch einzelne Fragen offen gelassen worden, die ich gerne geklärt bekommen hätte. Einfach damit ich mir ein Reim daraus hätte machen können. Leider ist dies nicht immer gegeben gewesen.

Hier hat die Autorin wirklich einen herzzerreißenden, mitfühlenden und herrlichen Familienroman geschrieben der den Leser berührt. Man erlebt mit, wie eine Familie die doch so fest zusammen zu halten schien langsam auseinander bricht. Man möchte als Leser helfen und diese kleine Familie wieder zusammenführen, damit die Kinder in so jüngster Kindheit nicht so viel Leid ertragen müssen.
Und dennoch ist man auch neugierig, wie sie sich schlagen und ob nicht doch noch das Happy End am Ende des Buches auf einen wartet. Nämlich die Vereinigung der Familie in den trauten Wäldern von Kanada.

Mich hat die Geschichte gefesselt, aber ab und an auch mal nur langsam mitgeschleift wenn es mal wieder eine sehr langatmige Stelle war. Doch im Großen und Ganzen war ich gefesselt und wollte immer weiter in die Geschichte von Maggie und Jenny hineingezogen werden. Aus diesem Grund gebe ich diesem Buch 3,5 Sterne.

Mein Fazit:

Zum Schluss muss ich sagen, dass ich das Buch durchaus gelungen finde. Wer eine schön geschriebene und berührende Familiengeschichte miterleben möchte, der sollte sich dieses Buch auf alle Fälle zu Händen nehmen.

Ich konnte mit den Personen mitfühlen, auch wenn ich nicht immer alles nachvollziehen konnte wieso es nicht etwas früher schon hätte passieren können. Aber trotz alledem war ich sehr berührt, fasziniert, beeindruckt und gefesselt von dieser tollen Geschichte.

Lieben Gruß,

eure Ruby

Rezension: Ruht das Licht von Maggie Stiefvater

Hey meine Lieben,

schon der erste Band von Maggie Stiefvater aus ihrer Trilogie hat mich fasziniert und durch das Buch getragen. Sehr gerne wollte ich aus diesem Grund auch kurz danach den zweiten Teil lesen und möchte euch meinen Leseeindruck mitteilen.

Bitte beachtet, dass dieser Rezension Spoiler zum ersten Band enthalten kann.

Ruht das Licht von Maggie Stiefvater

Ruht das Licht von Maggie Stiefvater

Daten & Fakten:

Hardcover-Buch: 398 Seiten
Verlag: script5
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8390-0118-9
Buchreihe: 2 / 3
Kostenpunkt: 18,90 € (D)
Erschienen: 2011
Leseprobe


Die Autorin:

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es it der Kunst. Heute lebt sie als erfolgreiche Musikerin, Malerin und Autorin in Virginia, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.
Ruht das Licht ist der zweite Band ihrer Trilogie um die Wölfe von Mercy Falls.


Der Verlag erzählt:

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird....

Die Covergestaltung:

Das Cover des zweiten Bandes ist in einem hellen blau gehalten und zeigt ein Mädchen und einen Wolf, welche weit voneinander entfernt sind und sich suchen.
Ein Herz zum Zeichen der Verbundenheit hängt in der Mitte und versucht sie zusammen zu bringen.
Ein sehr schönes und ruhiges Cover, dass mir sehr gefällt. :o

Meine Meinung:

Nachdem ich den erste Teil verschlungen habe, wollte und musste ich natürlich auch den zweiten Band dieser Trilogie lesen und war sehr neugierig.

Schon der Buchrücken hat einen groß vor informiert, da es in diesem Fall im Grunde schon eine Inhaltsangabe gibt. Schon dort erfährt man einiges neues und ist natürlich sehr neugierig, wie alles umgesetzt wurde.

Gleich zu Beginn des zweiten Bandes ging es erst einmal um Sam und seine Gedanken darüber, dass er nun doch tatsächlich kein Wolf mehr sein muss. Man kann sehr gut nachfühlen wie es ihm geht, wie er langsam im Laufe des Buches feststellt dass er doch tatsächlich eine Zukunft mit Grace hat.
Auch in diesem Band ist die schon bekannte Schreibweise von Maggie Stiefvater zu erkennen. Die flüssigen und aneinandergereihten Sätze sind einfach zu verstehen, sodass man sich schön in die Welt von Mercy Falls einleiten lassen kann.

Noch immer bin ich sehr begeistert von den geschriebenen Worten, denn sie sind so liebevoll und detailgetreu dass man sie einfach lieben muss.
In diesem zweiten Band schreibt Maggie Stiefvater nicht mehr aus der Sicht zweier Protagonisten, sondern weitet dies nun ein bisschen aus. Nun wird auch aus der Sichtweise von weiteren zwei Personen geschrieben. Finde ich gut gelöst, denn so lernt man noch weitere Personen intensiver kennen.

Auch in diesem Band lernt man weitere Protagonisten sehr gut kennen. Sowohl ihre Vergangenheit, ihre Persönlichkeiten und ihre Hoffnungen und Wünsche. Aus diesem Grund wird auch dieser Band zu Beginn sehr ruhig und erklärend.

Erst gegen Mitte des zweiten Bandes nimmt die Geschichte auch hier wieder mehr fahrt auf und bringt eine Menge fesselnde Elemente, die einen durch die letzten Seiten regelrecht ziehen und auf das dritte Band hoffen lassen.

Noch immer ist die Inhaltsidee dieser Geschichte einfach nur klasse und bisher soweit wirklich gut umgesetzt. Die Umsetzung ist so schön erzählt, dass ein Mitfühlen einfach nur vorprogrammiert ist.
Die Liebesgeschichte von Sam und Grace ist noch immer sehr angenehm geschrieben und nicht zu extrem aufgebaut. Das zarte Pflänzchen kann man regelrecht spüren beim Lesen und nachfühlen.
Doch auch die neue „Liebe“ zwischen zwei weiteren Protagonisten, welche eher Verlangen statt Liebe ist wurde hervorragend beschrieben. Es ist das genaue Gegenteil und dennoch kann man mit ihnen mitfühlen und sie verstehen.

Das Buchende lässt dieses mal viele Aufhänger stehen, die dazu veranlassen dass man das dritte und letzte Buch auf alle Fälle lesen muss.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es zu Beginn wieder sehr ruhig geschrieben wurde. Erst gegen Ende kam wieder Fahrt auf und der Leser wurde zum mitfiebern eingeladen.
Dennoch würde ich sagen, dass es Spaß macht die Bücher zu lesen und sich in die Welt von Mercy Falls gleiten zu lassen. Man kann mitleiden, sich mit freuen und viele weitere Gefühle der Protagonisten sehr gut nachvollziehen und miterleben.

Diesem Teil „Ruht das Licht“ würde ich ebenfalls 5 Sterne geben. Es ist eine intensive, berauschende und einfach gefühlvolle Geschichte die man gelesen haben sollte.

Mein Fazit:

Auch der zweite Band wurde hervorragend von Maggie Stiefvater umgesetzt. Das Buch fasziniert, begeistert und gibt dem Leser eine Menge Gefühle, Informationen und Gedanken weiter um seine eigene Welt im Kopf zu erschaffen.

Diese Fantasy-Liebes-Geschichte ist sehr ansprechend, ausfüllend und dennoch nicht zu extrem geschrieben. Alle Elemente sind mit eingebracht und sind doch nicht übertrieben.
Man merkt, dass Maggie Stiefvater hier viel Herzblut hineingesteckt hat, denn die Schreibweise ist sehr liebe- und gefühlvoll.

Ich bin schon sehr gespannt, wie der dritte und letzte Band von dieser Trilogie mich begeistern wird und wie das Ende letztlich gewählt wurde.

Ich kann diese Fortsetzung jedem empfehlen, der eine schöne und sensible Liebesgeschichte gepaart mit einer interessanten und durchaus auch spannenden Fantasygeschichte erleben möchte.

Lieben Gruß,

eure Ruby

Rezension: Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Hey meine Liebe,

die Bücher von Maggie Stiefvater werden oft hoch gelobt und da war es mir klar, hier muss ich mir unbedingt auch mal eins zulegen. Letzten Endes habe ich mich aber gleich mal für ihre Trilogie „Nach dem Sommer“ entschieden und werde nun nach und nach alle drei Bücher lesen.

Angefangen mit dem 1. Band möchte ich euch gerne einen Einblick geben, wie mir das Buch gefallen hat.

Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Nach dem Sommer von Maggie Stiefvater

Daten & Fakten:

Hardcover-Buch: 424 Seiten
Verlag: script5
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8390-0108-0
Buchreihe: 1/3
Kostenpunkt: 18,90 € (D)
Erschienen: 2010
Leseprobe


Die Autorin:

Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es it der Kunst. Heute lebt sie als erfolgreiche Musikerin, Malerin und Autorin in Virginia, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.
Nach dem Sommer ist der Auftakt einer mitreißenden Trilogie.

Der Verlag erzählt:

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren – und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen – bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.
Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher – und mit ihm den endgültigen Abschied.

Die Covergestaltung:

Auf dem Cover sieht man sehr schön ein Mädchen zusammen mit einem Wolf. Zwischen ihnen ein kleines rotes Herz, welches die Verbundenheit aufzeigen soll.
Der Hintergrund ist sehr herbstmäßig gestaltet und im gesamten einfach nur ansprechend. Es ist ein stimmiges Bild, welches einen sofort anspricht und neugierig macht.

Der Inhalt:

Grace ist ein junges Mädchen, dass nach einer Wolfsbegegnung in ihrer frühen Kindheit von diesen Tieren angezogen wird. Und ganz besonders von einem bestimmten Wolf mit goldenen Augen.
Jeden Winter sieht sie ihren Wolf am Waldesrand wieder, wie er sie beobachtet doch nie näher kommt.

Doch auf einmal ist alles anders. Es passiert etwas in Mercy Falls, was dazu führte das die Wölfe von den Menschen als Feinde angesehen werden. Doch sind diese Wölfe nicht einfach nur Wölfe, sondern sie verwandeln sich im Sommer in Menschen und leben unter den Bewohnern von Mercy Falls.

In dieser Zeit begegnen sich Grace und Sam, ihr Wolf in Menschenform, zum ersten Mal so richtig. Sie reden miteinander und es bildet sich ein frisches und intensives Band der Liebe.
Doch es gibt weiterhin das Problem, dass der Winter nach Mercy Falls zurückkehrt und Sam seine Menschengestalt verliert. Schaffen sie es einen Ausweg aus dieser Miesere zu finden?

Die Charaktere:

Grace ist ein Mädchen, das schon sehr früh selbstständig geworden ist. Sie ist gut in der Schule, hat zwei beste Freundinnen, schmeißt daheim den Haushalt für ihre Eltern und versucht das gute in allem zu sehen.

Doch eine Sehnsucht hat sie, die Wölfe. Seit der Begegnung vor einigen Jahren lassen sie diese nicht mehr los und ganz besonders ein Wolf mit goldenen Augen.
Man erlebt Grace als taffes Mädchen, das weiß was sie möchte und auch danach handelt. Sie kann selber auf sich aufpassen und realisiert schnell bestimmte Dinge und reagiert. Sie gefällt mir als Hauptfigur wirklich gut.

Sam ist ebenfalls noch relativ jung, allerdings ist er nicht nur ein Mensch. In der kalten Jahreszeit streift er in den Wäldern von Mercy Falls als Wolf herum, wobei er in dieser Zeit meistens Grace aus dem Wald heraus beobachtet.

Als Mensch ist Sam sehr zurückhaltend, vorsichtig, bedächtig und total sensibel. Aber es passt zu seiner Persönlichkeit, seiner Vergangenheit und seinem Wesen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr schön aufgeführt und man kann sich in sie insgesamt gut reinfühlen und sich ein Bild über sie machen.

Meine Meinung:

Diese Trilogie hat mich doch sehr interessiert. Der Buchrückentext hat mich sehr neugierig gemacht und auch die guten Bewertungen haben ihr übriges nicht verfehlt.
Schon auf den ersten Seiten erfährt man Hintergründe zu den beiden Protagonisten Grace und Sam. Die Vergangenheit wird dem Leser aufgezeigt, damit er die Gegenwart der beiden auch nachvollziehen kann.

Als ich zu lesen begonnen habe wurde ich sofort in die Welt von Mercy Falls hineingezogen und konnte alles so langsam miterleben. Trotz, dass gerade in der ersten Hälfte nur bedingt etwas passiert habe ich mich wohl beim Lesen gefühlt. Es war eine sehr ruhige und angenehme Atmosphäre, welche mir das Buch beschafft hat.
Ich konnte mich langsam in die Charaktere hineinversetzen und habe sie dadurch besser kennengelernt.

Die Schreibweise von Maggie Stiefvater ist sehr flüssig, ausfüllend und relativ einfach geschrieben. Durch ihren leicht verständlichen und einfachen Schreibstil kann man sich sehr gut in die einzelnen Personen und die Gegend hineinfühlen.

Durch die intensiven Wörter konnte ich mir Mercy Falls und seine Bewohner bildlich vorstellen und mit ihnen gemeinsam die Gegend erkunden.

Das Maggie Stiefvater aus der Sichtweise beider Protagonisten in unregelmäßigem Abstand schreibt kann man sehr gut die Gefühlwelt von beiden Seiten ergründen. Aber nicht nur das, man erhält auch so einen sehr guten Überblick über beide „Welten“. Die der Menschen und die der Wölfe.
Die beiden Protagonisten lernt man in diesem ersten Buch doch relativ gut kennen. Sowohl ihre Wünsche, Träume und Erlebnisse. Man erfährt nicht alles, doch so einiges was einem mit Sicherheit in den späteren Bänden weiterhelfen wird.

Für einige wird dieses erste Buch sehr langatmig anfangen, doch ich persönlich fand es genau passend.

Die Charaktere sind so liebevoll, detailgetreu und wundervoll aufgebaut dass es einfach nur Spaß macht mit ihnen zu fühlen und die Geschehnisse zu erleben.
Ich persönlich konnte mich sowohl mit Grace, als auch mit Sam identifizieren und mich hervorragend in sie hineinversetzten.

Der Protagonist Sam hat mir persönlich wirklich gut gefallen, obwohl er doch sehr sensibel gestaltet ist. Doch wenn man ihn so die Seiten über verfolgt, ist es auch verständlich wieso er sich so gibt. Er hat Angst, eine nicht gerade leichte Vergangenheit und versucht alles richtig zu machen. Mit seiner schüchternen und ruhigen Art hat er mich von Beginn an begeistert und mitgezogen.

Doch auch die Nebencharaktere im Buch sind nicht zu verachten. Besonders, da zum Schluss ein Charakter nicht mehr nur ein Nebencharakter bleibt sondern noch eine wichtigere Rolle spielen wird. Man lernt ein bisschen die Welt von Grace und Sam kennen, wie sie gelebt haben und teilweise noch leben. Welche Kreise sie ziehen und was sich durch sie schon geändert hat.
 
Die Idee dieser Geschichte gefällt mir übrigens unheimlich gut. Zwar finde ich es auch irgendwie total traurig, was diese Werwölfe im Grunde durchmachen. Doch es ist wirklich wunderschön erzählt, dass man einfach mitfühlt und hineingezogen wird in die Welt und die Geschichte.
Die Umsetzung ist meines Erachtens im ersten Band gut gelöst worden, sodass ich mich sehr wohl gefühlt habe.
Die zarte Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten ist schön und herrlich erzählt. Ich fand sie sehr real und konnte sie tatsächlich nachfühlen. Sie beginnt klein, zart und wächst mit der Zeit immer mehr. Mich hat es überzeugt und auch gefallen. Man kann die Liebe nachvollziehen und verstehen, sodass ich sagen würde es ist sehr gut umgesetzt worden.

Insgesamt ist das Buch sehr leicht geschrieben und es gibt kaum große Handlungssprünge. Zum Schluss hin nimmt die Geschichte etwas fahrt auf, doch insgesamt ist es eigentlich eher ruhig geschrieben. Doch es passt zu diesem Anfang. Ich habe es überhaupt nicht als langatmig empfunden, sondern so als ob ich mich langsam in diese Welt hineinfinde. Ich konnte mich langsam an alle Charakter und die Umgebung gewöhnen, sodass ich bereit bin für weitere Handlungsstränge die vielleicht in den nächsten Teilen noch rasanter werden.

Das Buchende des ersten Teils war für mich leicht überraschend, denn ich hätte damit so nicht gerechnet. Es hat mir zwar letztlich keinen Aufhänger verpasst, doch das ist überhaupt nicht schlimm. Ich habe das Buch zugemacht und war irgendwie einfach zufrieden. Das Ende war für mich in Ordnung und mein Gefühl empfing dieses Buch als angenehm. Trotz dass es keinen an sich Aufhänger gibt, bin ich sehr neugierig wie es mit den Protagonisten und der Gegend um Mercy Falls weitergeht.

Mich hat das Buch mitgerissen und auch begeistert. Es ist irgendwie zart und leicht geschrieben, dass ich mich durch das Buch ein bisschen geleitet gefühlt habe. Ich bin habe einen wunderschönen Anfang einer Trilogie erlebt, der mich mit einem guten Gefühl auf das nächste Buch vorbereitet hat.
Ich würde dem ersten Teil „Nach dem Sommer“ definitiv 5 Sterne geben, da es mich begeistert und mich in eine sehr intensive und ansprechende Geschichte gezogen hat.

Mein Fazit:

Mit diesem Buch schafft die Autorin eine wunderbare Fantasywelt, die fasziniert und begeistert. Dieses romantische Buch ist vor allem für junge Erwachsene geeignet, aber für die ältere Generation ebenfalls. Denn diese romantische Fantasy-Geschichte ist einfach nur sehr liebevoll und gefühlvoll geschrieben.

Die total sympathischen Charakter und auch die Umgebung selber bringen eine tolle Atmosphäre.
Besonders angetan war ich von der gefühlvollen und empfindsamen Schreibweise von Maggie Stiefvater. Die Charaktere sind so liebevoll beschrieben, dass man richtig in sie hineingezogen wird. Ich würde behaupten wollen, dass diese Charaktere so viel Leben eingehaucht bekommen haben wie es nur möglich war.

Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der eine schöne und sensible Liebesgeschichte gepaart mit einer interessanten und durchaus auch spannenden Fantasygeschichte erleben möchte.

Kennt ihr die Bücher von Maggie Stiefvater?

Lieben Gruß,

eure Ruby

Rezension: Faunblut von Nina Blazon

Hey meine Lieben,

mal wieder habe ich ein sehr schönes Fantasy-Buch gelesen und möchte euch dieses sehr gerne vorstellen.

Faunblut von Nina Blazon

Faunblut von Nina Blazon

Daten & Fakten:

Hardcover-Buch: 479 Seiten
Verlag: cbt
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3570160091
Buchreihe: nein
Kostenpunkt: 18,95 € (D)
Erschienen: Dezember 2008
Leseprobe


Die Autorin:

Nina Blazon, geboren 1969 in Koper, studierte in Würzburg Slavistik und Germanistik. Schon als Jugendliche las sie mit Begeisterung, vor allem Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während des Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten, bevor sie den Fantasy-Jugendroman „Im Bann des Fluchträgers“ schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Stuttgart, wo sie als Jornalistin, Übersetzerin und Werbetexterin arbeitet.

Der Verlag erzählt:

Seine Haut roch nach Wald und Winter.
Nach moosen und Farn,
und ein wenig auch nach Schnee.
Es war ein Duft, der sie schwindlig
Machte und verwirrte.


Die Covergestaltung:


Ich muss sagen, dass mir das Cover unglaublich gut gefällt.
Schon der Titel ist in einer elfenartigen Schrift aufgeführt, die verzaubert und bezaubert. Doch ganz besonders hat mich das aufgezeichnete Auge fasziniert. Da der Buchhintergrund in weiß gehalten wurde, kommt das bunte Auge besonders schön zur Geltung.
Mich hat das ganze Buchcover wirklich begeistert und in den Bann gezogen. Es macht einfach unheimlich Lust darauf, das Buch zu lesen.

Der Inhalt:

Jade, ein Mädchen mit flussgrünen Augen, lebt mit ihrem Vater in einer Metropole am Rande der Zeit. Die Stadt wird von einer Lady beherrscht, welche die Menschen durch Gewalt und Stränge unter sich hält.

Jade ist in dieser Situation aufgewachsen und dennoch bemerkt sie den Wiederstand, welcher sich in ihr aufbaut. Ein Leben in Angst, Verfolgung, Verstecke und mehr möchte sie nicht weiter führen.
Zu diesem Zeitpunkt erheben sich so langsam die Aufständischen und die sagenumwobenen Echos kehren in ihre Heimat zurück. Jade muss sich entscheiden, verbündet sie sich mit ihnen oder führt sie ihr bisheriges Leben weiter.

Während dieser schwierigen Entscheidung trifft sie auf den fremdartigen Faun, welcher jedoch irgendwie auf der Seite der Herrscherin steht.

Wie soll Jade hier ein Gleichgewicht für sich finden und eine Entscheidung treffen. Ein innerer Kampf findet statt, in welchem sie sich für eine Seite des Kampfes entscheiden muss.

Die Charaktere:

Die Hauptperson in dieser Geschichte ist Jade. Sie lebt mit ihrem Vater und ihrer guten Freundin der Köchin zusammen in einem alten Hotel. Ab und an erhalten sie auch noch Gäste, doch dies ist eigentlich selten der Fall.
Trotz das Jade es nicht anders kennt unter einer Herrscherin zu leben, welche niemals ihr Gesicht zeigt beginnt sie den Gedanken zu entwickeln daraus auszubrechen.

Sie ist ein taffes Mädchen, welches zum einen weiß was sie möchte und trotz Sorge und Angst ihren Weg findet.

Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt Faun, ein geheimnisvoller Fremder welcher als Jäger bzw. Sucher in die Stadt gekommen ist. Er ist sehr distanziert und unfreundlich seiner Umgebung entgegen. Doch sehr schnell merkt man, dass es eine Fassade ist die er zu schützen versucht. Nur was versucht er zu verstecken und wieso sieht es so aus, als ob er ein Abhängiger ist wie auch die Leute in der Stadt.
Viele weitere Charaktere sind im Buch enthalten, die ihren eigenen Charme versprühen. Es gibt einige die man wirklich schätzen lernt und andere die man am liebsten ohrfeigen würde. Es ist eine Zeit in welcher man wirklich die schlimmsten Seiten der Personen erkennen kann. Es ist faszinierend hier die einzelnen Charaktere nach und nach kennen zu lernen, wobei immer ein Geheimnis zurück bleibt und man nur bedingt sich in alle hineinfühlen kann.

Meine Meinung:

Ich bin von Anfang an sehr gut in dieses Buch hineingekommen. Schon zu Beginn lernt man sofort die sagenumwogenen Echos kennen. Aus dem Blick von Jade wird man direkt in eine zermürbende und grausame Welt gezogen. Man lernt sofort kennen, dass Jade kein normales Leben führen kann.
Hier überwiegen die Gefühle Angst, Sorge und Trauer um Familie und Freunde. Durch die Herrscherin ist ein ruhiges Leben schwierig, da man nach ihren Regeln leben muss. Es ist schwierig, aber dennoch muss es sein damit ein Überleben gesichert ist.

Die Schreibweise von Nina Blazon fordert zum Träumen und mitfiebern auf. Es ist sehr flüssig und leicht verständlich geschrieben, sodass ein jeder hier in die Geschichte mit einsteigen dürfte.
Faunblut ist ein abgeschlossener Fantasy-Roman, welcher alle Leser in ihren Bann ziehen dürfte die es magisch und dazu emotional mögen. Die beinhaltende Liebesgeschichte finde ich persönlich hervorragend eingebaut und keineswegs kitschig. Es macht einfach Spaß dabei zu sein, wie ein zartes Band der Liebe in einer schwierigen und gefährlichen Zeit entfacht wird.

Die Geschichte selber ist nur aus einer Sichtweise geschrieben und zwar aus der Protagonistin Jade. Man kann sich richtig in sie hineinversetzen und mit ihr Leiden. Zusammen mit ihr baut sich die Geschichte auf und man erfährt nach und nach in kleinen Stücken Neues. Schön finde ich, dass man zusammen mit Jade einige Rätsel zusammen löst und sie nicht mehr weiß als der Leser. Sie lernt ebenfalls viele Dinge erst nach und nach kennen.

Besonders schön finde ich, dass einige Rätsel eingebaut wurde welche gelöst werden müssen. Dazu muss ich wirklich sagen, ich war begeistert. Die Protagonistin wurde hervorragend ausgebaut, wie sie diese nach und nach gelöst. Doch keinesfalls so, dass man denkt das hätte sie schon früher wissen müssen oder das war zu schnell. Es war genau passend beschrieben, dass man es nachvollziehen konnte und der eigene Groschen mit ihrem fällt. Ich war begeistert.

Die Charaktere an sich lernt man durch Jade kennen. Sie ist eine Person die hinterfragt und neugierig ist, sodass man doch das ein oder andere kennen lernt. Ich persönlich finde es sehr gut gewählt und würde meinen, dass die Charaktere an sich fast alle gut ausgebaut wurden. Man merkt, dass alle geprägt sind und dennoch einen festen Stand haben an welchem sie festhalten und worauf sie hoffen.
Der Roman wirkte auf mich spannend, rasant und dennoch gleichzeitig zauberhaft. Nina Blazon bringt den Leser mit ihren Worten dazu, vor dem inneren Auge eine phantastische Welt entstehen zu lassen die begeistert und fasziniert. Besonders toll finde ich es, dass diese Bilder entstehen, obwohl es nicht alles bis ins letzte Details ausgeklärt wird. Das hat mich wirklich fasziniert.

Die Geschichte selber finde ich auch sehr schön gewählt. Besonders die Echos sind interessante und vielversprechende Wesen, die neugierig machen. Nicht nur die Protagonistin ist von ihnen angezogen, auch der Leser würde gerne mehr über sie erfahren. Die gesamten aufgebauten Situationen sind teilweise nicht neu und dennoch hervorragend umgesetzt. Eine Zeit der Herrscher, welcher die Menschen als Untertanen sehen und von ihnen Leistungen erwarten. Und die Bürger, welche sich mit der Zeit dagegen wehren müssen damit sie ihr Lebe zurückbekommen. Eine berauschende und spannende Umsetzung, die den Leser von Beginn ans Buch fesselt.

Das gesamte Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt und begeistert. Allerdings würde ich meinen, dass das Ende etwas länger hätte sein können. Gerade auf den letzten Seiten dem Finale sind noch viele Mythen und Fragen aufgeklärt worden. Man konnte zwar recht gut folgen und vieles noch erfahren, doch ich muss ganz ehrlich sagen dass ich mir hier noch ein paar Seiten mehr gewünscht hätte wo alles ein bisschen „langsamer“ von statten gegangen wäre.

Um dem Buch Faunblut folgen zu können muss man meines Erachtens schon mitdenken und sich wirklich darauf einlassen. Ein nur kurz drüber lesen der einzelnen Seiten wird nur schwer möglich sein. Um das ganze erfassen zu können, sollte man sich wirklich in die Geschichte fallen lassen und alles miterleben. Denn nur so kann man vieles in Erfahrung bringen und eine ganz besondere und ansprechende Geschichte erleben.

Nach kurzer Überlegung kann ich eigentlich nur eines sagen. Mir gefällt dieses Buch wahnsinnig gut und gebe diesem auch 4 Sterne. Einen Stern muss ich abziehen, da der Schluss etwas zu intensiv war und ich gerne mehr über die Echos erfahren hätte.

Mein Fazit:

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Es hat mich mitgerissen und begeistert. Die Liebesgeschichte ist sehr schön aufbereitet worden und hat mich persönlich berührt. Etwas schade fand ich jedoch, dass man von den Echos nur sehr wenig erfahren hat und sie dazu nur sehr selten aufgetaucht sind.

Hier wäre es bestimmt nicht schlecht gewesen, wenn man sie noch mehr eingebracht hätte.
Dafür, dass es ein Einzelband ist war er unglaublich gut und hat mich überzeugt. Wobei ich es irgendwie auch schade finde, dass es bei diesem wohl bleiben wird. Denn meines Erachtens gibt es hier durchaus noch eine Weiterführung die begeistern könnte.

Insgesamt würde ich wirklich meinen, dass man mit Faunblut nichts falsch machen kann. Es ist eine wunderschöne und ansprechende Geschichte, die verdammt gut umgesetzt wurde. Zwar hätte man an manchen Stellen noch etwas mehr Feinschliff betreiben können, doch fällt es nicht so sehr ins Gewicht.

Eine wunderschöne Fantasy-Geschichte wurde von Nina Blazon ins Leben gerufen, die begeistert und verzaubert. Ich werde dieses Buch mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gelesen haben.

Lieben Gruß,

eure Ruby