Rezension: Königreich der Schatten - Die Wahre Königin von Sophie Jordan

Dieses Cover in Verbindung mit der Beschreibung hat mich dazu verleitet dieses Buch lesen zu müssen und ich konnte nun feststellen, dass ich es liebe. Diese Geschichte, die Charkatere und die Idee dahinter ist grandios und lohnt sich auf alle Fälle zu verschlingen.

Königreich der Schatten - Die Wahre Königin von Sophie Jordan



Hardcover: 380 Seiten
Verlag: Harper Collins
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 13,99 €, HC 16,00 €
Erschienen: März 2017


Band 1: Die Wahre Königin


Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt. 


Geschichten über Drachen, Krieger und Prinzessinnen dachte Sophie Jordan sich schon als Kind gerne aus. Bevor sie diese jedoch mit anderen teilte, unterrichtete sie Englisch und Literatur. Nach der Geburt ihres ersten Kindes machte sie das Schreiben endlich zum Beruf und begeistert seitdem mit ihren eigenen Geschichten. Die New York Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer Familie in Houston und wenn sie sich nicht gerade die Finger wund tippt bei einem weiteren Schreibmarathon, sieht sie sich gerne Krimis und Reality-Shows an.

 

Es gibt Bücher, die man nach dem Lesen einfach unheimlich gerne mag. Man folgte der Geschichte gerne und empfiehlt sie weiter. Dann wiederrum gibt es aber auch Bücher, die man liebt, die man vergöttert, verinnerlicht und immer wieder hervorkramen muss um sie noch einmal zu lesen. Nach diesem ersten Band bin ich mir sicher, dass diese Reihe von Sophie Jordan genau das für mich sein wird. Schon dieser erste Band hat mich geflashed, gefangen genommen und in eine Welt gezogen die faszinierend und beängstigend zu gleich ist.

Doch fangen wir von vorne an. Die Schreibweise der Autorin und Übersetzerin ist fesselnd, leicht zu folgen und super gefühlvoll. Ich konnte mich von der ersten Seite an auf die Geschichte, die Charkatere und die Umsetzung einlassen. Ich konnte mitfühlen, mir alles sehr gut vorstellen und habe dadurch einen grandiosen Bezug aufbauen können.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Erzählperspektiven, darunter Luna und Fowler welche unsere beiden Hauptcharaktere im Buch sein werden.

Luna wächst in einem Turm unter der Aufsicht zweier liebevoller und besorgter Personen auf. Trotz, dass sie kaum einen Fuß nach draußen setzt und die Draußenwelt somit auch nicht kennt hat sie ein unglaubliches Gespür dafür entwickelt worauf es ankommt. Sie hat trainiert, gelernt und kann sich sehr gut verteidigen. Sie ist ein ganz besonderes Wesen, dass man erst nach und nach zu ergründen lernt. Sie verbirgt einige Geheimnisse, welche ihr auch der Leser nicht sofort anmerkt.

Fowler ist ein ganz spezieller Charakter, der mich sofort in seinen Bann ziehen konnte. Er spielt so ein bisschen den Bösen, doch der Leser und auch Luna durchschauen ihn relativ schnell. Er hat einen Schutzpanzer um sich herum aufgebaut, einfach damit er nicht die gleichen schlimmen Erlebnisse wie vor Jahren nochmal erleben muss. Er hat in seinen jungen Jahren schon viel mitgemacht und gerade zum Ende hin, merkt man wie grausam es tatsächlich sein musste.

Die Geschichte bezieht sich vorwiegend auf diese beiden Charkater, auch wenn zu Beginn noch ein paar mehr eine Rolle spielen. Doch die Entwicklung geht dahin, das Luna und Fowler die Hauptakteure sind welche uns ihre Geschichte erzählen. Was zunächst sehr eintönig klingt, ist aber überhaupt nicht so. Die Autorin hat es geschafft eine Geschichte zu erschaffen, welche von Dunkelheit und Angst regiert wird. Ich persönlich habe diese drückende Stimmung regelrecht fühlen können.

Dabei empfand ich es unglaublich schön zu sehen, dass trotz dieser schlimmen Phase der Zeit doch immer wieder ein paar strahlende Knospen erblühen können und ein bisschen Licht hinein bringen.

Die Autorin hat hier eine faszinierende und gleichzeitig beängstigende Welt geschaffen, die nicht nur durch ihre Kreaturen heraussticht sondern auch durch sehr schön ausgebaute Hauptcharaktere die man sofort in sein Herz schließen konnte.

Ich habe mich schon nach den ersten Seiten wie ein Teil des Buches gefühlt, konnte mit Luna und Fowler mitfühlen. Während dem Lesen kommen einem Ideen, welche von der Autorin teilweise aufgegriffen und dennoch so ganz anders und unvorhersehbar umgesetzt werden. Während des Lesens wurde ich so oft überrascht, wenn auch leider nicht immer zum postiven und doch fand ich gerade das unglaublich fesselnd.

Die Autorin hat es einfach geschafft, einen ersten Band zu schaffen der spannend, gefühlvoll und neu ist. Wir haben hier starke, ausgefallene und neugierigmachende Charaktere, eine düstere und beängstigende Welt und eine Reise welche so undurchsichtig ist, dass selbst die Charkater selber nicht wissen wohin sie diese führen wird.

Ich verharre auf die weiteren Bände und hoffe so sehr, dass wir schon bald wieder in das Königreich der Schatten eintauchen dürfen.

 

Mit „Die Wahre Königin“ hat Sophie Jordan einen gigantischen Auftakt zu einer geheimnisvollen, düsteren und vor allem fesselnden Reihe geschaffen. Ausdrucksstarke Charaktere, eine ausgefallene Welt, eine unvorhersehbare und überraschende Umsetzung sowie eine fesselnde und gefühlvolle Schreibweise laden den Leser auf eine ganz besondere Reise ein.

Für mich definitiv ein Highlight-Buch in diesem Jahr.






Gewinner zu Blogtour "Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irina Brignull


Heute gibt es die Gewinner zu unserer Blogtour
"Dei Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull".

Wir danken allen für die Teilnahme an unserer Blogtour. Leider kann es nur drei Gewinner geben. Diese wurden ausgelost:

Prettytigers Bücherregal
Lena R.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.
Bitte meldet euch per Mail mit eurer Post-Adresse an nalas.blog@gmail.com.





Rezension: Witches of Norway - Monddunkelzeit von Jennifer Alice Jager

Endlich, der dritte und letzte Teil dieser Reihe ist auf dem Markt und ich habe es geschafft ihn endlich zu lesen und noch einmal nach Norwegen zu reisen. Heute möchte ich euch gerne meine Meinung zum finalen Band mitteilen.

Witches of Norway - Monddunkelzeit von Jennifer Alice Jager

Bildrechte Dark Diamonds


Ebook: 355 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Sprache: Deutsch
Reihe: 3 / 3
Kostenpunkt: E-Book 4,99 €
Erschienen: März 2017


Band 1: Nordlichtzauber
Band 2: Polarschattenmagie
Band 3: Monddunkelzeit


**Das magische Finale einer Liebe zwischen Zukunft und Vergangenheit**

Noch immer kann Elis den Zauber der Zeit nicht kontrollieren. Auf der Flucht vor den Schattenbringern landen sie und Kjell im Norwegen des 17. Jahrhunderts – eine Zeit, die viele Gefahren birgt, denn Magie gilt hier als Teufelswerk. Gefangen zwischen Liebe und Furcht, Zukunft und Vergangenheit versucht sie den Magierbund der Schattenbringer aufzuhalten. Doch jede falsche Entscheidung könnte ihr ganzes Leben in Dunkelheit stürzen und auch das derer, die sie liebt. Dabei weiß sie nicht einmal, für wen ihr Herz wirklich schlägt. Ihre intensiven Gefühle für Kjell und die enorme Anziehungskraft, die der Hexenmeister Stian auf sie ausübt, bringen Elis fast um den Verstand. Doch genau diesen braucht sie, um ihre Feinde zu besiegen...


Jennifer Alice Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen. 

 

Mich konnte diese Story schon vom ersten Band an total begeistern und überzeugen. Die Schreibweise der Autorin ist in diesen Büchern sehr angenehm, erwachsen, mysteriös und teilweise auch sehr gut an die jeweiligen Zeiten angepasst wobei man schon immer die Sprache unserer Zeit durchschimmern sieht.

Ich konnte auch in diesem dritten Band der Story wieder sehr gut folgen. Wir setzen ziemlich genau an der Stelle wieder an, an welcher wir im zweiten Band aufgehört haben. Elis und Kjell sind bei einem Burgherren „zu Gast“ und versuchen sich von dem vorherigen Kampf zu erholen.

Ich empfand es als sehr angenehm, dass die Autorin unseren beiden Turteltauben und den Lesern ein bisschen Zeit für sich eingebaut hat. Man konnte das miteinander schön verfolgen, hat ein Gefühl dafür entwickeln und erstmal durch schnaufen können. Doch allzu viel Zeit wurde uns Lesern nicht gegeben, denn die Spannung darf natürlich nicht fehlen.

Die Charaktere waren auch im dritten Band wieder wunderbar zu greifen, wobei man hierbei vorwiegend natürlich unsere beiden Hauptcharaktere ins Auge fassen dürfte.

Die Entwicklung der Geschichte war für mich tatsächlich total überraschend. Die Autorin ist Wege gegangen, die ich niemals vorhergesehen hatte. Die ein oder andere Entwicklung hatte ich kurz in meinen Gedanken aufblitzen gehabt, aber sie für viel zu unmöglich verworfen. Doch ich habe nach dem Lesen festgestellt, es ist nichts unmöglich solange man Fantasie und Ideen hat.

Ich war wirklich fasziniert was uns in diesem dritten Band alles erwartet. Es gibt den gefühlvollen Part, den erschreckenden, aber auch den gefährlichen, beängstigenden und traurigen. Die Spannung wird nach und nach immer weiter aufgebaut und gerade zum Schluss hin, ich würde sagen ab dem letzten Drittel konnte mich die Spannung total gefangen nehmen. Es passieren so viele Dinge, so viele Zeitsprünge die Geschichten verändern und dann doch wieder nicht und Ergebnisse die schockieren, traurig machen und gleichzeitig erleichtern.

Das Ende der Geschichte ist nachvollziehbar, sehr süß und der Geschichte entsprechend angenehm gestaltet worden. Ich bin aus dem Buch aufgetaucht und hatte ein sehr gutes Gefühl bzgl. des Abschlusses.

 

Mit „Witches of Norway – Monddunkelzeit“ hat Jennifer Jager eine gefühlvolle, fantasiereichen und wundervollen Abschluss dieser Trilogie geschaffen.

Die Autorin hat hier eine Hexengeschichte ins Leben gerufen, die fasziniert, begeistert und definitiv überrascht.





Rezension: Rache und Rosenblüte von Renée Ahdieh

Eine gefühlte Ewigkeit habe ich auf die Fortsetzung von Zorn und Morgenröte gewartet und war voller Elan und Vorfreude auf die weitere Entwicklung.

Rache und Rosenblüte von Renée Ahdieh



Hardcover: 427 Seiten
Verlag: ONE von Bastei Lübbe
Sprache: Deutsch
Reihe: 2 / 2
Kostenpunkt: E-Book 12,99 €, TB 17,00 €
Erschienen: März 2017


Band 1: Zorn und Morgenröte
Band 2: Rache und Rosenblüte


Einhundert Leben für das eine, das du nahmst. Ein Leben bei jedem Sonnenaufgang. Gehorchst du auch nur an einem einzigen Morgen nicht, nehme ich deine Träume von dir. Ich nehme deine Stadt von dir. Und ich nehme von dir dieses Leben tausendfach.

Shahrzad und Chalid haben sich gefunden. Und obwohl ihre Gefühle füreinander unverbrüchlich sind, lauert da immer noch der Fluch, der dem jungen Kalifen auferlegt wurde. Sie wissen beide, dass diese Last ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg steht. Und so verlässt Shahrzad den Palast. Sie verlässt Chalid. Aber kann sie einen Weg finden, ihre große Liebe nicht zu verlieren? Und kann sie verhindern, dass noch mehr Unschuldige sterben?

Renée Ahdieh hat die ersten Jahre ihrer Kindheit in Südkorea verbracht, inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und einem kleinen Hund in North Carolina, USA. In ihrer Freizeit ist die Autorin eine begeisterte Salsa-Tänzerin, sie kann sich für Currys, Schuhe, das Sammeln von Schuhen und Basketball begeistern.

 

Die Schreibweise der Autorin ist wieder sehr angenehm, orientalisch, bildhaft und gefühlvoll. Ich habe mich wieder einwandfrei in die Geschichte fallen lassen können, konnte mit den Charakteren mitfühlen und die Umgebung in mich aufnehmen.

Dieser zweite Band spielt größtenteils außerhalb des Palastes. Shahrzad hat den Palast verlassen um ihre Familie zu schützen und einen Weg zu finden Chalid von seinem Fluch zu befreien. Eine Suche gegen die Zeit beginnt, denn im Lager in welchem Shahrzad und ihre Familie unterbracht sind wird sich darauf vorbereitet in den Krieg gegen Chalid zu treten.

Die Geschichte wird in diesem Band von mehreren Personen geleitet. Wir verfolgen die Gedankengänge von Chalid, Shahrzad und einigen weiteren für die Geschichte wichtigen Charakteren. Hierbei kann man sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinversetzen, sodass ich schlussendlich ein Teil der Geschichte geworden bin.

Die Umsetzung hat mich im Gesamten mitgenommen und überzeugen können, wobei es trotz einiger unvorhersehbarer Wendungen nicht immer ganz rund abgelaufen ist. Einige Situationen im Buch wurden mir zu wenig beleuchtet, haben mir keine richtige Erklärung gegeben oder Fragen aufgeworfen die nicht aufgelöst wurden. Es waren nur Kleinigkeiten, die sich mir dennoch in den Kopf gesetzt haben und ich so natürlich auch mit ansprechen muss.
Sehr schön in diesem Band empfand ich den Einbau der vereinzelter Wesen aus 1001Nacht, welche bezaubert haben und damit nochmal einen magischen Touch mit reingebracht haben.

Auch wurde in die Geschichte einige Facetten mit eingebaut, darunter die Hoffnung, die Freundschaft, der Verrat, die Trauer, die Lüge und nicht zu vergessen die Liebe. Sie alle wurden geschickt ausgespielt, sodass man als Leser unbedingt weiter lesen musste um sie alle ergründen zu können.

Insgesamt würde ich sagen, dass dieser zweite Teil der Reihe ein durchaus akzeptabler Abschluss ist. Er wartet mit gefühlvollen Szenen, genauso wie mit gefährlichen und informativen auf. Es erwarten einen viele unvorhersehbare und interessante Wendungen, welche mich wirklich überrascht haben. Die Autorin hat es geschafft, dass ich kurzzeitig Freunde für Feinde gehalten und keinen Ausweg mehr für Chalid und Shahrzad gesehen habe.

Auch wenn der erste Band um einiges stärker und fesselnder war, habe ich diesen zweiten Band trotz allem genauso gerne gelesen und war voller Vorfreude auf die Entwicklung der Charaktere und Geschichte. Die Autorin hat hierbei etwas wirklich Besonderes geschaffen, was es sich lohnt zu lesen.  :)

 

Mit „Rache und Rosenblüte“ hat die Autorin Renée Ahdieh durchaus einen angenehme und mitreisende Fortsetzung geschrieben, welche den Leser wieder in eine orientalische Welt hineinzieht.

Auch wenn der erste Band doch stärker hervortritt, kann sich auch dieser zweite Band sehen lassen und ich bin der Ansicht dass es sich auf alle Fälle lohnt diese Dilogie zu lesen.





Autoreninterview mit Janet Clark


Heute am 20.03.2017 kommt ein Buch in die Läden, welches mich schon seit der Frankfurter Buchmesse neugierig gemacht hat. Caraval verspricht eine wundervolle Geschichte und ich bin soooo gespannt darauf, endlich darin zu versinken.

Heute möchte ich euch jedoch erstmal kleines, aber sehr schönes Interview präsentieren welches der Verlag mit der Autorin abgehalten hat. Schaut doch gerne mal rein. ;o)

Übrigens hat der Verlag auch eine ganz wundervolle read´ngo-Leseprobe zur Verfügung gestellt, welche Zitate aus dem Text enthält und mit Bildern untermalt wurde.




Hardcover: 393 Seiten
Verlag: CBJ
Sprache: Deutsch
Einzelband
Kostenpunkt: E-Book 13,99 €, HC 16,99
Erschienen: 20. März 2017




Janet Clark wollte schon als Kind nur eins: Romane schreiben! Doch zwischen ihr und dem ersehnten Berufsziel sollten noch etliche Jahre, Länder und Berufe liegen, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript einreichte. Dann allerdings stellte sich der Erfolg nahezu postwendend ein. Mittlerweile fiebert eine große Fangemeinde ihrer nächsten Veröffentlichung entgegen. 





Warum wollten Sie genau diese Liebesgeschichte schreiben?

Weil ich an die Magie des Augenblicks glaube. Als ich dreizehn war, stolperte ich auf der Treppe zum S-Bahneingang, und ein Junge fing mich auf. Wir haben kein Wort gewechselt, uns nur angesehen, und dieser Moment kam mir wie eine kleine Ewigkeit vor. Die Zeit ist einfach still gestanden. Ich habe danach wochenlang gehofft, ihn zufällig wiederzusehen, aber München ist einfach zu groß ... Wenn man jung ist, und das erste Mal verliebt, kann man sich nicht vorstellen, dass diese Liebe je vergehen könnte, egal, welche unüberwindbaren Hürden sich ihr in den Weg stellen. Darauf wollte ich aufbauen – mit einem Paar, das sich ebenbürtig und doch gegensätzlich ist: Josie ist ein starker, impulsiver, sympathischer Charakter, Ray ist geheimnisvoll, besonnen und weise.

Glauben Sie an das Schicksal, daran, dass jeder eine Bestimmung hat?

Das ist tagesabhängig. Es gibt viele Geschichten und Begebenheiten, die nahe legen, dass ein jeder von uns eine ganz eigene Bestimmung hat. Auch ich habe schon oft Situationen erlebt, die mich glauben lassen, dass mein Weg in gewisser Weise vorgegeben ist und ich selbst nur bis zu einem bestimmten Grad Einfluss darauf habe. Das klingt jetzt ziemlich verrückt – aber ich habe einfach keine andere Erklärung dafür, warum, bildlich gesprochen, manche Türen wie von allein aufgehen, während andere verschlossen bleiben, egal, wie sehr man daran rüttelt. Als hätte man einfach keine Erlaubnis, diesen Weg zu gehen. Okay. Das klingt jetzt noch verrückter. Aber meine Lebenserfahrung hat mich inzwischen gelehrt, dass es manchmal mehr Sinn macht, darauf zu vertrauen, dass Dinge ihren Lauf nehmen, als mit Gewalt etwas zu erzwingen, das sich nicht erzwingen lässt.

Warum haben Sie Amerika als Schauplatz von Josies Sommer gewählt?

Das hat die Geschichte vorgegeben. Alte Mythen eines Naturvolks, das eine besondere Aufgabe erfüllen muss, spielen eine wichtige Rolle in dem Buch. Mit diesem Hintergrund die Geschichte in Frankfurt oder Berlin anzusiedeln, wäre nicht hilfreich gewesen. Daher fiel die Wahl automatisch auf eine Gegend, in der ein Nebeneinander zwischen einem sehr großen Reservat in unberührter Natur und der modernen, westlichen Welt real ist – das westliche Grenzgebiet zwischen Amerika und Kanada.

Josies große Liebe Ray bringt sie in Berührung mit den alten Mythen seines Stammes. Woher kommt Ihr Wissen über Rays Hintergrund?

40 Jahre Recherche. Ich habe mich schon immer für alte Naturvölker und ihre Legenden interessiert. Mein allerallererstes eigenes Selber-Lesebuch handelte von einem Indianerjungen, und meine zwei absoluten, ungetoppten Lieblingskinderbücher waren "Unterwegs zu den Traumbergen" und "Die Kinderkarawane". Das eine spielt im australischen Busch, und die mir damals so fremde Kultur australischer Ureinwohner war für mich voller Magie, und das andere erzählt die Geschichte von 7 Geschwistern, die nach dem Tod ihrer Eltern ganz allein den Westen des frühen Amerika in einem Ochsenwagen durchqueren – mit einer Kuh und einem Hund als Begleiter. Das hat wohl Spuren hinterlassen. Bis nach Australien habe ich es zwar noch nicht geschafft, aber die Westküste Amerikas bin ich schon zweimal abgefahren, inklusive mehrerer Besuche in Reservaten. Wobei ich anmerken sollte, dass der Yowama Stamm aus guten Gründen erfunden ist.

Was für eine Rolle spielen Pferde/Tiere/Gefährten in Ihrem Leben?

Ich bin mit einem Hund aufgewachsen. Ein extrem kinderlieber, völlig trotteliger Langhaarschäferhund, der als Wachhund untauglich, als Spielhund unschlagbar war. Als meine Söhne noch jünger waren, hatten wir ebenfalls einen Hund, nach seinem Tod war jedoch Schluss. Auf Pferde bin ich über meine Tochter gekommen, die mit 4 Jahren zu Reiten anfing. Bis dahin hatte ich nur gelegentlich auf Pferden gesessen. Nun musste ich ran: Satteln, Trensen, Striegeln, von der Koppel holen ... Ich habe viel gelernt, sowohl was das Praktische, aber auch, was die besondere Beziehung der Reiter zu ihren Pferden und umgekehrt betrifft – und es hat mich fasziniert. Bis dahin war mir nicht bewusst gewesen, wie sehr Pferde auf Stimmungen reagieren und welch feines Gespür sie haben, ob ein Reiter ihnen gewachsen ist oder nicht. Und Gefährten ... zu meinem besten Freund aus der Kindheit besteht noch immer eine besondere Verbindung. Heute ist mein wichtigster Gefährte mein Mann.

Er ist der Mensch, dem ich blind vertraue und der mir das Gefühl gibt, dass wir jede Situation gemeinsam irgendwie meistern können. Und er ist der Mensch, der mich glauben lässt, dass es diese eine, unzertrennliche, ewige Liebe im Leben geben kann.


Vielen lieben Dank an Janet Clark und den CBJ Verlag  für dieses interessante Interview und die zur Verfügungstellung. :)


Blogtour "Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irina Brignull

Herzlich Willkommen zur Blogtour zu
"Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irena Brignull.



Wie ihr in den letzten Tagen - jawohl in den letzten Tagen, ich muss mich nämlich ganze 7 Tage meine Zeit mit euch herumschlagen – schon vernehmen durftet, gibt es bei uns in der Hexenwelt eine Prophezeiung welche sich um eine Hexenfamilie bei den Nordhexen dreht. Doch darüber wurde euch ja schon berichtet, genauso über zwei sehr wichtige Personen die in diese Geschichte nicht gerade unwichtig sind.

Aber das wisst ihr ja alles schon, daher halten wir uns bei diesem Punkt gar nicht auf sondern gehen gleich zur Hexenwelt über. Die ist nämlich nochmal wichtiger und vor allem interessanter für Euch unwertes Volk. Ihr hättet ohne mich überhaupt keine Möglichkeit einen Blick in unsere Welt zu werfen, also erwarte ich Respekt und Dankbarkeit von jedem einzelnen von euch!!!



So, dann schauen wir doch mal was uns meine Kristallkugel über die Welt der Nordhexen zeigen kann.

Übrigens waren wir vor Jahrhunderten noch auf solche Kugeln oder Spiegel angewiesen, doch heutzutage sind sie nur noch ein schönes Dekoobjekt was viele aus Rücksicht der Vergangenheit über aufheben. Ich kann also auch ganz ohne Kugel meinen "Blick" schweifen lassen, doch ihr könnt schlecht in meinem Kopf herumschauen. Aus diesem Grund werden wir heute mal die Kristallkugel sprechen lassen.

Unglaublich viel Platz haben wir ja leider nicht in der Welt, ganz besonders weil ihr Unwerten so viel Platz einnehmt. Aus genau diesem Grund ziehen wir uns in die Wälder und an versteckte Orten zurück, welche von euch nicht zu erreichen sind. Warum ist schnell erklärt, wir schützen sie, sodass ihr gar nicht erst die Möglichkeit habt dort hinzukommen.

Aber egal, lasst mich nicht vom Thema abkommen….hier also ein kleiner Einblick in eines unserer Hexendörfer. 



Wir Hexen sind ja so viel bescheidener als ihr Unwerten. Wir leben in der Natur, innerhalb oder bei Wäldern und das nicht nur um unentdeckt zu sein sondern gleichzeitig um der Natur und seinen Tieren nahe zu sein.

Die Hexen des Nord-Zirkels leben, wie ihr sehen könnt, in leicht heruntergekommenen Holzwohnwägen. Es wird zwar immer wieder etwas repariert, aber wie ihr schon seht sind diese nicht so darauf bedacht den größten Luxus zu haben. Es wird das nötigste gemacht, damit man sich wohlfühlen und die Kinder erziehen und unterrichten kann.

Lasst euch zwischenrein sagen, dass wir Osthexen viel schöner leben und auch so haben wir einfach so viel mehr eleganz als diese stümperhaften Nordhexen. Doch das sei nur am Rande gesagt. ;)

Unweit dieser kleinen Siedlung gibt es einen kleinen Fluss, an welchem man sich waschen und säubern kann. Auch alle alltäglichen arbeiten können innerhalb dieses kleinen Dorfes erledigt werden.

Nun wie kleiden sich überhaupt die Nordhexen. Wie beschreibt man das einem Unwerten, der auf sein Äußerstes stundenlange Zeit aufwendet. Sie sind einfach, tragen dunkle, leichte und vor allem einfache Kleidung die nicht bei der Arbeit behindert. Wer bitte braucht diesen Schnick-Schnack von kurzen Röcken und Kleidern. Sie sind unpraktisch. Selbstverständlich sind wir Hexen sauber, wir waschen uns und auch unsere Kleidung, aber deshalb muss man ja keine Stunden in einem Raum voller verschiedenster Gerätschaften stehen und seine Zeit verschwenden.

 Auch hier sei kurz erwähnt, dass wir Osthexen einen viel ausgefalleneren und vor allem auffallenderen Stil betreiben und dennoch sehr naturverbunden sind.

Wenn man früher daran gedacht hat, dass Hexen in ständige Kämpfe verwickelt wurden geht es uns heutzutage so richtig gut. Wir leben unser Leben, lernen unseren jungspunten Hexennachwuchs die verschiedensten Rituale und bringen ihnen alles bei. Wir kämpfen nicht mehr um unser Überleben, sondern leben unser Leben ganz ohne Angst. 

Selbstverständlich sind in einem Clan nur Frauen! Männer sind einfach nicht begabt dazu Hexen zu sein und genau deshalb werden bei uns auch niemals männliche "Hexen" auf die Welt gebracht. Sie sind nicht förderlich, nur die Frauen bringen die Macht und Stabilität!!!

Wobei es nicht immer so harmonisch ist...ganz besonders, wenn die verschiedenen Clans mal aufeinander treffen.
Es gibt nämlich nicht nur verschiedene Hexendörfer, sondern diesbezüglich auch verschiedene Clans welche die Dörfer besiedeln. Auch wenn wir vom Grundsatz die gleichen sind, ist doch jeder Clan für sich und hat seine ganz eigenen Regeln.

  Meine Wenigkeit gehört zum allseits bekannten und gefürchteten Ostclan, welcher so viel besser ist als der Nordclan. 

Prinzipiell lebt allerdings jeder sein Leben und dennoch hat uns diese Prophezeiung auf den Plan gerufen, denn immerhin soll es eine neue Hexenkönigin geben welche angeblich aus dem Ostclan hervortreten soll. Da können wir einfach nicht die Füße still halten!


Nun gut, dann lasst uns doch mal schauen wo sich unsere „nichtsnutzige“ Hexe Ember heute wieder versteckt. Vielleicht kann ich euch noch einen interessanten Hexenplatz vorstellen…lasst uns doch mal schauen.

Ah, Ember hat sich mal wieder aus der Siedlung geschlichen und ist zum See gelaufen. Ein wirklich wunderschöner und magischer Platz, er verzaubert mich immer wieder und es ist eine Schande dass er bei den Nordhexen liegt. Der See selber ist natürlich nicht magisch, aber ihr Unwerten werdet ihn trotz allem niemals betreten dürfen.

Ember geht gerne an diesen See, ich habe sie schon oft dabei erwischt.
Was sie dort tut ist eigentlich sehr einfach zu erklären. Sie entflieht der Gemeinschaft, lässt ihre Seele bei so viel Natur und Ruhe baumeln und stellt nebenher soweit ich weiß noch Seifen her. Eine sehr unnütze Arbeit für eine Hexe, doch ohne wirkliche Kräfte muss sie sich wohl einen anderen Zeitvertreib suchen.

Doch warum dieser Ort tatsächlich magisch ist hat einen ganz einfachen Grund. Nicht nur, dass er einfach wunderschön ist, sondern hier liegt die Grenze zwischen der Hexenwelt des Nordens und der Welt der Unwerten, also eurer. Schaut es euch nur genau an, vielleicht erkennt ihr den Übergang und könnt euer Glück versuchen diesen zu überwinden. Macht euch aber nicht allzu viel Hoffnung!


Wir ihr seht ist die Hexenwelt etwas ganz besonderes, denn wir halten alles sehr minimalistisch und geben der Natur mehr zurück als das wir ihr nehmen. Ihr als Unwertes Volk solltet euch ein Beispiel nehmen, euren Luxus etwas zurückschrauben und wieder mehr mit der Natur zusammen leben!

Aber was rede ich mir überhaupt den Mund fusselig…ihr habt noch nie auf so weise Vorschläge gehört.


Dann erwarte ich nun, dass ich euch auch neugierig auf unsere Welt gemacht habe und ihr in diese beim Lesen eintauchen werdet. Vielleicht begegnen wir uns ja wieder.



Nun, ich hoffe die Hexe aus dem Ostzirkel konnte euch einen kleinen Einblick in die Hexenwelt geben und ihr wollt jetzt diese gerne noch etwas genauer im Buch „Die Prophezeiung der Hawkweed“ näher ergründen und das mal ganz ohne Kristallkugel. ;o)

Dann habt ihr nun die Möglichkeit eines von zwei Print-Exemplaren zu gewinnen, indem ihr einfach täglich die Fragen unter den Beiträgen beantwortet.

Unsere Gewinne:




Meine Frage an Euch:

Worin leben die Hexen des Nordclans?


Teilnahmebedingungen:

- Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen
- Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
- Ein Anspruch auf eine Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
- Keine Haftung für den Postversand
- Versand der Gewinne nur innerhalb von Deutschland
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 5 Tagen melden, ansonsten verfällt der Gewinn
- Das Gewinnspiel läuft vom 15.03.2016 bis zum 22.03.2016 um 23:59 Uhr
- Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt zeitnah nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs und in der Facebook-Veranstaltung
- wer die Kommentarfunktion der einzelnen Blogs nicht nutzen kann oder möchte, kann seine Antwort per E-Mail an nalas.blog@gmail.com senden


Blogtourfahrplan:

15.03. Die Buchvorstellung
16.03. Die Prophezeiung
17.03. Poppy
18.03. Ember
19.03. Die Hexenwelt --> bei mir
20.02. Zaubersprüche
21.02. Die Hexenkönigin

Alle Beiträge und Infos zum Gewinnspiel findet ihr auch in unserer

Facebook-Veranstaltung

Dann hoffe ich auf rege Teilnahme bei unserer schönen Blogtour und wünsche euch einen schönen Tag.



Rezension: Die Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull


Als ich den Klappentext zu diesem Buch auf der Frankfurter Buchmesse gelesen hatte, war ich eigentlich schon total neugierig und gefangen. Ich wollte die Story dahinter unbedingt kennenlernen. Heute habe ich meine Rezi dazu für euch dabei.

Die Prophezeiung der Hawkweed von Irena Brignull



Hardcover: 454 Seiten
Verlag: Sauerländer
Sprache: Deutsch 

Einzelband
Kostenpunkt: E-Book 14,99  €, HC 17,99
Erschienen: März 2017


Zwei Mädchen. Zwei Welten. Eine Prophezeiung
Ember und Poppy kommen in derselben finsteren Gewitternacht in weit voneinander entfernten Teilen des Landes zur Welt. Durch einen mächtigen Fluch werden sie noch in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht. So wächst das Mädchen Ember in einem Clan von Hexen auf. Und Poppy, die Hexe, in einer Kleinstadt in England.
Doch Poppy fliegt von jeder Schule, weil ihr dauernd seltsame Dinge passieren: Wenn sie wütend wird, zerspringen in ihrer Nähe Fensterscheiben oder Dinge fliegen durch den Raum. Ihre Mitschüler halten sie für einen Freak, und Poppys einzige Freunde sind die Katzen. Nur draußen vor der Stadt fühlt sie sich wirklich frei.
Ember hingegen hat keine Ahnung, wie man die Kräfte der Natur heraufbeschwört oder einen Zauber ausspricht, und für das Leben im Wald bei den Frauen des Hexen-Clans ist sie zu zart und verletzlich.

Immer und überall spüren die beiden, dass sie anders sind und nicht dazugehören. Doch von der uralten Prophezeiung, die ihr Schicksal bestimmt, ahnen sie nichts. Erst als sie sich eines Tages gegenüberstehen, wissen sie, dass es einen Ort geben muss, an dem sie glücklich sind. Und dass es höchste Zeit ist, für dieses Glück zu kämpfen. Denn in irgendeiner Stadt im Süden ist Embers leibliche Mum gerade dabei, den Verstand zu verlieren. Und in den Wäldern im Norden formieren sich die Hexenclans für die letzte Schlacht um den Thron.


Irena Brignull wuchs in den Chiltern Hills im Südosten Englands auf und lebt heute mit ihrer Familie in London. Nach ihrem Studium der englischen Literatur in Oxford schrieb sie Drehbücher für preisgekrönte Kinoerfolge wie ›Shakespeare in Love‹, ›Die Boxtrolle‹ oder ›Der kleine Prinz‹. ›Die Prophezeiung der Hawkweed‹ ist ihr erstes Jugendbuch.
 

Die Schreibweise der Autorin ist insgesamt sehr angenehm, sodass man ihr leicht und wirklich gut folgen kann. Die Beschreibungen sind bildhaft gestaltet und man konnte sich beim Lesen ein gutes Bild von der Umgebung und den Charakteren machen.


Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten, wobei man innerhalb dieser Erzählungen auch von einem Erzähler durchgeführt wird. Man erhält vorwiegend einen guten Blick auf die Dinge um den Protagonisten herum.


Poppy ist mit eine sehr wichtige Person innerhalb der Geschichte, denn sie ist die verlorene Hexe welche eventuell ein Teil einer Prophezeiung sein könnte. Unter den Menschen ohne Wissen über ihre Kräfte hat sie ein sehr schwieriges Leben, denn ihr passieren immer wieder die unverständlichsten Dinge und wird daher von ihren Mitmenschen und auch ihrer Familie schräg beäugt. Sie ist ein sehr taffes, zielstrebiges und freundliches Wesen, welches jedoch durch die Zeit geprägt wurde. Ihr Charakter ist manchmal etwas schwierig einzuschätzen, macht sie aber auf der anderen Seite auch wieder unheimlich interessant.


Ember lebt als Mensch unter den Hexen, wobei sie das bisher noch nicht wusste. Sie fühlt sich fehl am Platz, wird nur geärgert und hängt hinterher. Dazu soll sie ein Teil einer Prophezeiung sein, die sie jedoch nicht erfüllen kann da ihre Kräfte noch immer nicht auftauchen. Sie ist ein sehr zurückhaltendes, liebevolles, vorsichtiges und freundliches Wesen welches man gerne mit Samthandschuhen anpacken und beschützen möchte.

Innerhalb der Geschichte gibt es noch einige weitere Charakter, die entsprechend ihrer Wichtigkeit mit aufgeführt werden. Von den meisten kann man sich ein recht gutes Bild machen. Dazu hat die Möglichkeit einen Einblick in die Hexenwelt und ihre Regeln zu werfen.

Insgesamt finde ich die Grundidee dieser Geschichte sehr interessant und auch die Umsetzung lässt sich prinzipiell mal recht gut verfolgen. Wenn sich alles auch eher etwas langsamer entwickelt, erhält man immer wieder kleine Einblicke in die Grausamkeit der Hexenwelt. Die Beschreibung einiger Situationen ist etwas rauer und intensiver, dass ich es fast etwas zu extrem für ein Jugendbuch finde. Auf der anderen Seite sind die Jugendlichen von heute wohl weniger empfindlich. ;)

Mich persönlich konnte die Story an sich durchaus neugierig machen, allerdings hatte ich große Schwierigkeiten mit der Umsetzung und den Charakteren. Ich habe das Buch gelesen ohne das ich daran beteiligt war. Ich wurde nicht richtig in die Geschichte gezogen, sondern habe sie als Leser einfach nur stupide heruntergelesen.

Auch wenn ich mir die Umgebungen ganz gut vorstellen konnte und definitiv einen Ort vor Augen hatte, waren mir die Charaktere trotz schöner Beschreibungen fremd. Ich konnte sie nicht richtig aufnehmen, sodass mir ihre Geschichte nicht wirklich wichtig geworden ist. So interessant auch die Idee hinter der Geschichte ist, hat sie mir leider dennoch keine bezaubernden Lesestunden bereiten können. Ich musste mich leider abmühen, da ich einfach keinen Bezug aufbauen und so der Geschichte nur angestrengt folgen konnte.

 

Mit „Die Prophezeiung der Hawkweed“ hat Irena Brignull eine sehr interessante Geschichte über Hexen und eine folgenschwere Verwechslung geschrieben, welche mich leider von seiner Umsetzung her nicht ganz überzeugen konnte. Ich konnte keinen Bezug zu den Charakteren und der Story aufbauen, sodass es für mich eine eher schwierige Lektüre war.

Dennoch kann ich mir vorstellen, dass es so einige Leser geben wird die von der Geschichte und der Umsetzung begeistert sein werden. Es kann eben einfach nicht jedes Buch zu mir passen. :)