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Blogtour: Tochter des dunklen Waldes von Katharina Seck



Herzlich Willkommen zur Blogtour rund um das Buch "Tochter des dunklen Waldes" von Katharina Seck. 

In den letzten Tagen habt ihr ja schon so einiges zum Buch erfahren, unter anderem gestern bei Jenny etwas über die Dryaden. Heute möchte ich etwas genauer auf die Autorin in einem Interview eingehen und morgen zeigt euch Susanne, was eventuell alles schon an neuen Büchern geplant ist. Ich bin darauf schon unheimlich gespannt. :)

Ich persönlich mag die Schreibweise der Autorin ja unheimlich gerne, denn sie verzaubert mich regelrecht sodass ich ein Teil der Geschichte werde. 


An dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei der Autorin bedanken, dass Sie sich die Zeit genommen hat, mir ein paar Fragen zu ihrer Person, aber auch zu ihrem neuen Buch „Tochter des dunklen Waldes“ zu beantworten. :)

Stell dich doch ganz kurz meinen Lesern vor?


© Katharina Ke Fotografie
Klar, gern! Ich bin Autorin von phantastischen Büchern, schreibe aber nun auch realistische Belletristik-Stoffe im Bereich der anspruchsvollen Unterhaltung. Ich lebe im Westerwald – das passt übrigens ganz prima zur Kulisse des Romans, um den es heute gehen soll -, bin dieses Jahr 30 geworden und arbeite neben dem Schreiben noch im öffentlichen Dienst. Ich liebe alles, was mit Büchern, Serien, dem Meer, der Natur, Tieren und meinen Lieblingsmenschen zu tun hat, und versuche, möglichst viel Zeit damit zu verbringen.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Hast du schon früh in deiner Kindheit angefangen oder hast du die Leidenschaft erst später für dich entdeckt?


Ich habe schon als Kind unheimlich gern gelesen, das hat sich auch nie geändert. Als Jugendliche habe ich mitunter zwei oder drei Bücher in der Woche gelesen, ich war Stammgast in unserer Bücherei und natürlich in der Buchhandlung. Meine Liebe zur Phantastik war da schon ausgeprägt. Harry Potter, Herr der Ringe und Eragon waren fester Bestandteil meiner Leseliste. Irgendwann fing es in dieser Zeit auch an, dass ich bei P&P-Rollenspielen mitgemacht habe, danach folgten die ersten kleineren Geschichten, mit 19 habe ich dann den ersten Roman begonnen. Das Schreiben hat sich bei mir also aus meiner Liebe zum Lesen und zu Büchern heraus entwickelt.

Wie würden dich deine Freunde in 1-2 Sätzen beschreiben?

Ich denke, sie würden mich als empathisch, perfektionistisch und immer da, wenn man mich braucht, beschreiben. Aber wie wir alle, habe natürlich auch ich so meine Ecken und Kanten. Ich denke jedoch, das ist in Ordnung, unter Freunden weiß und schätzt man das! :)

Wie bist du auf die grandiose Idee mit dem dunklen Wald gekommen?

Die Idee war eigentlich sehr naheliegend. Ich wohne selbst zwar in einer Kleinstadt, aber in einem äußeren Bereich, der dicht an einen großen Wald angrenzt. Daher war ich sowieso, auch dank meines Hundes, immer viel in Wäldern unterwegs und konnte mir Inspiration holen. Gerade bezüglich meiner Settings kann ich mir in der Natur ohnehin sehr gut Inspiration holen, sei es nun im Wald, am Meer oder ganz woanders!

Könntest du dir selber vorstellen in solch einem Wald zu leben? Bist du diesbezüglich sehr naturverbunden oder brauchst du das Stadtleben?

Ich bin sehr naturverbunden. Ich könnte mir nicht vorstellen, in einer Großstadt zu leben. Eine Kleinstadtrandlage ist eigentlich perfekt für mich. Man hat alles, was man braucht, vor Ort, hat ein wenig Leben und Kultur, kann aber dennoch immer in die Natur abtauchen, wenn man es braucht.

Was findest du selber an den Dryaden so faszinierend?

Ich mag ihr Verständnis für Bäume, Tiere und überhaupt die ganze Naturwelt. Ich persönlich denke ganz oft, dass wir Menschen viel besser und vorsichtig mit ihr umgehen müssten, weil wir eben auch auf sie angewiesen sind. Das vergessen wir leider viel zu oft. Daher fand ich es interessant, Wesen in meinen Roman einzubauen, die sich mit ihrem ganzen Dasein der Natur verschrieben haben und mit ihr im Einklang leben. Die Dryaden sind mit sich und ihrem Umfeld im Reinen, sie streben gar nicht nach Materiellem, nach Macht oder Geld. Sie sind mit den wichtigen Dingen wie Freundschaft oder der Gemeinschaft zueinander völlig zufrieden. Hin und wieder können wir uns vielleicht eine Scheibe von ihnen abschneiden! :)

In deinen Geschichten findet man wie in vielen Märchen früher immer auch eine Message. Ergibt sich diese von ganz alleine oder überlegst du vorab, was du deinen Leser eventuell weitergeben möchtest?

Die Message überlege ich mir schon vorher, ja. Vor allem in diesem Roman ging es mir um das Wachsen eines Bewusstseins, wie man mit seinem Umfeld, sei es nun Mensch oder Natur umgeht. Außerdem war mir die Ausarbeitung des Konfliktes zwischen Dorf- und Waldbewohnern unglaublich wichtig. Gerade das aktuelle Zeitgeschehen zeigt doch, wie gefährlich es ist, wenn man dem Fremden gegenüber misstrauisch gesinnt. Wenn man offen und freundlich auf andere Kulturen und Menschen zugeht, dann kann man ganz viel auch für das eigene Leben und den eigenen Erfahrungsschatz gewinnen, ganz zu schweigen vom Wert des gemeinsamen Miteinanders.

Deine Schreibweise ist einfach zu lesen und doch auch wieder anspruchsvoll und bildgewaltig. Ist es für dich anstrengend so zu schreiben oder kommt es einfach so aus dir heraus?

Die kommt tatsächlich einfach so aus mir heraus. Ich stelle mir in meinem Kopf bildlich vor, was meine Protagonisten wohl sehen, erleben, fühlen oder riechen, und versuche das meinen Lesern verständlich zu machen.

Wo würdest du dich als Autorin ansiedeln. Bleibst du einem bestimmten Genre immer treu oder glaubst du, dass du eventuell irgendwann auch mal von der Fantasy weggehen könntest?


Ich glaube, das kann man so genau nie sagen. Man entwickelt sich auch als Autorin immer weiter und so verschieben sich vielleicht auch manchmal die Interessengebiete. Ich liebte die Phantastik persönlich schon immer, daher fühlt es sich für mich auch richtig an, Fantasy zu schreiben, vor allem mit dieser verträumten, märchenhaften Richtung. Aber letzten Monat ist auch mein erster realistischer Roman erschienen, „Die Stille zwischen Himmel und Meer“, den ich mit ebenso viel Herzblut geschrieben habe wie meine Fantasy-Romane. Wenn mich eine Geschichte wirklich packt, wenn sie mitreißende Protagonisten besitzt und ein Setting, an das ich mich selbst träumen möchte, dann möchte ich diese Geschichte auch unbedingt schreiben, ganz gleich, welchem Genre sie angehört!

Welches Lesepublikum möchtest du mit deinen Büchern erreichen?

Ich möchte da gar nicht so speziell antworten, denn ich möchte eigentlich jeden Leser erreichen, der ein Herz für Geschichten hat, für starke Charaktere, für märchenhafte Settings und vielleicht auch für Romane, in denen ich versuche, vielleicht ein ganz kleines Bisschen zum Nachdenken anzuregen.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl ein Teil der Geschichte zu sein. Wie sehr bist du beim Schreiben in deinen Geschichten gefangen? Brauchst du manches Mal auch Zeit um wieder ins Hier und Jetzt zurückzukommen?

Ich kann mir meine Geschichten schon sehr bildlich vorstellen. Das ist vermutlich auch ein Grund dafür, dass ich entsprechend bildlich und atmosphärisch schreibe. Für mich ist die Vorstellung in meinem Kopf dann wie ein Bild, dass ich in meinem Text wiedergeben möchte. Trotzdem möchte ich den Lesern noch genug Freiraum lassen, sich mit ihrer Fantasie eine eigene Vorstellung bilden zu können, denn genau deswegen lesen wir am Ende doch: Um mit unserer eigenen Fantasie Welten zu erschaffen, die nur uns gehören.

Im Alltag kann ich aber ganz gut zwischen Schreiben und Nicht-Schreiben unterscheiden. Das heißt, wenn ich mich an den Laptop setze, bin ich in meiner Romanwelt drin. Wenn ich ihn wieder ausmache, kann ich allerdings auch direkt abschalten.

Gibt es Szenen beim Schreiben (z.B. sehr düstere oder romantische), die dir immer wieder Schwierigkeiten bereiten oder welche die dir ganz einfach von der Hand gehen?

Das ist von Roman zu Roman unterschiedlich und hängt bei mir eher davon ab, wie kreativ ich mich generell fühle. Als Autorin muss man sich leider auch dann ans Manuskript setzen, wenn die Muse weit vom Küssen entfernt ist. Sich dann durchzubeißen und sein Pensum zu schreiben, kann dann schon mal eine Herausforderung sein, mit der auch ich zu kämpfen habe. Aber je mehr man das übt, desto besser wird es!

Welche Bücher haben bei dir Eindruck hinterlassen und kannst du den Lesern definitiv ans Herz legen?

Es gibt so viele Bücher, die mich geprägt und bei mir einen Eindruck hinterlassen haben, dass ich sie kaum alle aufzählen kann. Seien es die Fantasy-Klassiker wie Herr der Ringe, die Königsmörderchroniken und Harry Potter oder andere Klassiker wie den kleinen Prinzen, Alice im Wunderland oder alte Märchen. Ich mag sie alle! :) Als Autorin, Mensch und Leserin kann ich aber immer wieder die Bücher von Neil Gaiman empfehlen, den ich auch als Schriftsteller sehr schätze, denn er gibt unheimlich viel von seinem Wissen und seinen Erfahrungen an Nachwuchsautoren weiter. Auch seine Ehefrau, Amanda Palmer, hat ein ganz grandioses Buch übers Künstler sein geschrieben: The Art of Asking. Lange habe ich mich in einem Buch nicht mehr so sehr wiedergefunden wie in diesem.

Ganz aktuell höre ich gerade „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde und lese parallel dazu den ersten Teil von Brandon Sandersons Sturmlichtchroniken. Beides gefällt mir bislang sehr gut!


Ich hoffe ihr hattet mit den Antworten der Autorin genauso viel Spaß wie ich und seit nun ganz gespannt auf die Bücher der Autorin. :)

Gewinnt eins von drei Prints von "Die Tochter des dunklen Waldes"

 
Um in den Lostopf zu hüpfen, könnt ihr Lose sammeln. Auf jedem Blog gibt es eine Gewinnspielfrage. Pro Blog könnt ihr ein Los sammeln. Bitte denkt daran, uns beim anonymen Kommentieren eine E-Mail Adresse zu hinterlassen. Wer die Kommentarfunktion nicht nutzen kann, sendet seine Antwort einfach per E-Mail an nalas.blog@gmail.com.

Meine Frage an Euch:


Ist Katharina Seck eher ein Stadtmensch oder doch eher ein naturverbundener Mensch?


Teilnahmebedingungen:


- Ihr müsst entweder 18 Jahre alt sein oder eine Einverständniserklärung eurer Eltern/Sorgeberechtigten besitzen
- Die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
- Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
- Keine Haftung für den Postversand
- Versand der Gewinne innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Im Gewinnfall müsst ihr euch innerhalb von 3 Tagen melden, ansonsten verfällt der Gewinn!
- Das Gewinnspiel läuft vom 17.11.2017 bis zum 23.11.2017 um 23:59 Uhr.
- Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt innerhalb von zwei Tagen nach Ende des Gewinnspiels auf allen Blogs.
- Bitte denkt auch daran, uns beim anonymen Kommentieren eine E-Mail Adresse zu hinterlassen.
- wer die Kommentarfunktion der einzelnen Blogs nicht nutzen kann oder möchte, kann seine Antwort per E-Mail an ruby.celtic@gmail.com senden


Blogtour-Fahrplan:


24.11. - Buchvorstellung
25.11. - Charaktervorstellung Lilah & Dorean

26.11. - Der dunkle Wald

27.11. - Dryaden und Dunkeldryaden
28.11. Interview mit der Autorin --> bei mir
 
29.11. Bisherige Bücher der Autorin + geplante Projekte


Dann hoffe ich auf rege Teilnahme bei unserer schönen Blogtour und wünsche euch einen schönen Tag.



Autoreninterview mit Janet Clark


Heute am 20.03.2017 kommt ein Buch in die Läden, welches mich schon seit der Frankfurter Buchmesse neugierig gemacht hat. Caraval verspricht eine wundervolle Geschichte und ich bin soooo gespannt darauf, endlich darin zu versinken.

Heute möchte ich euch jedoch erstmal kleines, aber sehr schönes Interview präsentieren welches der Verlag mit der Autorin abgehalten hat. Schaut doch gerne mal rein. ;o)

Übrigens hat der Verlag auch eine ganz wundervolle read´ngo-Leseprobe zur Verfügung gestellt, welche Zitate aus dem Text enthält und mit Bildern untermalt wurde.




Hardcover: 393 Seiten
Verlag: CBJ
Sprache: Deutsch
Einzelband
Kostenpunkt: E-Book 13,99 €, HC 16,99
Erschienen: 20. März 2017




Janet Clark wollte schon als Kind nur eins: Romane schreiben! Doch zwischen ihr und dem ersehnten Berufsziel sollten noch etliche Jahre, Länder und Berufe liegen, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript einreichte. Dann allerdings stellte sich der Erfolg nahezu postwendend ein. Mittlerweile fiebert eine große Fangemeinde ihrer nächsten Veröffentlichung entgegen. 





Warum wollten Sie genau diese Liebesgeschichte schreiben?

Weil ich an die Magie des Augenblicks glaube. Als ich dreizehn war, stolperte ich auf der Treppe zum S-Bahneingang, und ein Junge fing mich auf. Wir haben kein Wort gewechselt, uns nur angesehen, und dieser Moment kam mir wie eine kleine Ewigkeit vor. Die Zeit ist einfach still gestanden. Ich habe danach wochenlang gehofft, ihn zufällig wiederzusehen, aber München ist einfach zu groß ... Wenn man jung ist, und das erste Mal verliebt, kann man sich nicht vorstellen, dass diese Liebe je vergehen könnte, egal, welche unüberwindbaren Hürden sich ihr in den Weg stellen. Darauf wollte ich aufbauen – mit einem Paar, das sich ebenbürtig und doch gegensätzlich ist: Josie ist ein starker, impulsiver, sympathischer Charakter, Ray ist geheimnisvoll, besonnen und weise.

Glauben Sie an das Schicksal, daran, dass jeder eine Bestimmung hat?

Das ist tagesabhängig. Es gibt viele Geschichten und Begebenheiten, die nahe legen, dass ein jeder von uns eine ganz eigene Bestimmung hat. Auch ich habe schon oft Situationen erlebt, die mich glauben lassen, dass mein Weg in gewisser Weise vorgegeben ist und ich selbst nur bis zu einem bestimmten Grad Einfluss darauf habe. Das klingt jetzt ziemlich verrückt – aber ich habe einfach keine andere Erklärung dafür, warum, bildlich gesprochen, manche Türen wie von allein aufgehen, während andere verschlossen bleiben, egal, wie sehr man daran rüttelt. Als hätte man einfach keine Erlaubnis, diesen Weg zu gehen. Okay. Das klingt jetzt noch verrückter. Aber meine Lebenserfahrung hat mich inzwischen gelehrt, dass es manchmal mehr Sinn macht, darauf zu vertrauen, dass Dinge ihren Lauf nehmen, als mit Gewalt etwas zu erzwingen, das sich nicht erzwingen lässt.

Warum haben Sie Amerika als Schauplatz von Josies Sommer gewählt?

Das hat die Geschichte vorgegeben. Alte Mythen eines Naturvolks, das eine besondere Aufgabe erfüllen muss, spielen eine wichtige Rolle in dem Buch. Mit diesem Hintergrund die Geschichte in Frankfurt oder Berlin anzusiedeln, wäre nicht hilfreich gewesen. Daher fiel die Wahl automatisch auf eine Gegend, in der ein Nebeneinander zwischen einem sehr großen Reservat in unberührter Natur und der modernen, westlichen Welt real ist – das westliche Grenzgebiet zwischen Amerika und Kanada.

Josies große Liebe Ray bringt sie in Berührung mit den alten Mythen seines Stammes. Woher kommt Ihr Wissen über Rays Hintergrund?

40 Jahre Recherche. Ich habe mich schon immer für alte Naturvölker und ihre Legenden interessiert. Mein allerallererstes eigenes Selber-Lesebuch handelte von einem Indianerjungen, und meine zwei absoluten, ungetoppten Lieblingskinderbücher waren "Unterwegs zu den Traumbergen" und "Die Kinderkarawane". Das eine spielt im australischen Busch, und die mir damals so fremde Kultur australischer Ureinwohner war für mich voller Magie, und das andere erzählt die Geschichte von 7 Geschwistern, die nach dem Tod ihrer Eltern ganz allein den Westen des frühen Amerika in einem Ochsenwagen durchqueren – mit einer Kuh und einem Hund als Begleiter. Das hat wohl Spuren hinterlassen. Bis nach Australien habe ich es zwar noch nicht geschafft, aber die Westküste Amerikas bin ich schon zweimal abgefahren, inklusive mehrerer Besuche in Reservaten. Wobei ich anmerken sollte, dass der Yowama Stamm aus guten Gründen erfunden ist.

Was für eine Rolle spielen Pferde/Tiere/Gefährten in Ihrem Leben?

Ich bin mit einem Hund aufgewachsen. Ein extrem kinderlieber, völlig trotteliger Langhaarschäferhund, der als Wachhund untauglich, als Spielhund unschlagbar war. Als meine Söhne noch jünger waren, hatten wir ebenfalls einen Hund, nach seinem Tod war jedoch Schluss. Auf Pferde bin ich über meine Tochter gekommen, die mit 4 Jahren zu Reiten anfing. Bis dahin hatte ich nur gelegentlich auf Pferden gesessen. Nun musste ich ran: Satteln, Trensen, Striegeln, von der Koppel holen ... Ich habe viel gelernt, sowohl was das Praktische, aber auch, was die besondere Beziehung der Reiter zu ihren Pferden und umgekehrt betrifft – und es hat mich fasziniert. Bis dahin war mir nicht bewusst gewesen, wie sehr Pferde auf Stimmungen reagieren und welch feines Gespür sie haben, ob ein Reiter ihnen gewachsen ist oder nicht. Und Gefährten ... zu meinem besten Freund aus der Kindheit besteht noch immer eine besondere Verbindung. Heute ist mein wichtigster Gefährte mein Mann.

Er ist der Mensch, dem ich blind vertraue und der mir das Gefühl gibt, dass wir jede Situation gemeinsam irgendwie meistern können. Und er ist der Mensch, der mich glauben lässt, dass es diese eine, unzertrennliche, ewige Liebe im Leben geben kann.


Vielen lieben Dank an Janet Clark und den CBJ Verlag  für dieses interessante Interview und die zur Verfügungstellung. :)


Autoreninterview zur Fantasywoche mit Rose Snow



In den letzten Tagen konntet ihr schon so einige tolle Aktionen erleben, viele wunderbare Autoren näher kennenlernen und neue Bücher auf eure Wunschlisten schreiben. :)
Heute möchten wir euch gerne Die Autorinnen von Rose Snow etwas näher vorstellen, in dem wir sie mit ein paar Fragen gelöchert haben. *g*

 Wir, das sind Nicole vom Blog Buchrücker, Ivonne vom Blog Yvi´s kleine Wunderwelt und ich, haben es uns heute zur Aufgabe gemacht euch die Autorinnen Rose Snow etwas näher zu bringen.


So, bevor wir jetzt auf die Fragen der einzelnen Blogger eingehen, welche uns die beiden freundlicherweise beantwortet haben möchte ich euch diese nur kurz noch vorstellen.


Hä? Anna? Pfeffer? Rose? Snow?

Wir hören auf all diese Namen.


Denn hinter den Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 71 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und einen Hund. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir gefühlvolle Fantasy – außerdem ist im September 2016 unser erster Jugendroman bei cbj erschienen.

Kühn nachgerechnet sind wir schon seit unfassbaren 22 Jahren befreundet. Wir kennen uns aus unserer Schulzeit und schreiben trotz der Distanz Wien – Hamburg miteinander. Bedeutet: Unzählige Stunden via Skype, schallendes Gelächter und das Teilen tiefster Geheimnisse, auch wenn sie noch so peinlich sind.

Nicole möchte wissen:

Acht Sinne, 7 Sommersünden, Tausend Tode und jetzt 17. Welche Zahl wird bei euch als nächstes in einem Buch oder einer Reihe verewigt?

Liebe Nicole, als nächstes kommt jetzt mal die 9, da der 9. Band der Acht Sinne unterwegs ist und schon im Februar das Licht der Welt erblicken wird (am 19. Februar, um genau zu sein – der 9. ging sich leider nicht mehr aus. ;))

Und was danach kommt, wissen wir noch nicht – aber du hast völlig Recht, es wird definitiv wieder eine neue Zahl im Titel geben!

Welche eurer Figuren ist euch am Ähnlichsten und warum?
 

Das ist schwer zu beantworten. Grundsätzlich fließt natürlich in jede Figur ein bisschen etwas von uns selbst beim Schreiben. Die meisten Gemeinsamkeiten haben wir aber wahrscheinlich mit Jo aus „17“, Lee aus den „Acht Sinnen“ sowie Emi aus den „Tausend Toden“. Zum Beispiel haben wir Lees Gerechtigkeitssinn, den schwarzen Humor von Emi und die Hartnäckigkeit von Jo. :)
 

Welche Figuren aus euren Büchern ist eure liebste und warum? 
 
Ach, das ist so, wie wenn man fragt, welches Kind man am liebsten hat! Natürlich lieben wir sie alle, aber grundsätzlich fühlen wir uns oft den Personen am meisten verbunden, über die wir gerade schreiben. (Und unsere All-Time-Favorites bleiben natürlich Adrian & Ben.) 


Welches war euer einprägsamstes Messeerlebnis? 
 
Das war während der letzten Frankfurter Buchmesse. Es war das erste Mal, dass wir beim Stand des Autorensofas mit dabei waren und wir fanden es so unglaublich toll, so viele begeisterte Leser und liebe Kollegen auf einen Haufen zu treffen. Deshalb freuen wir uns auch schon extrem auf die nächste Messe im Herbst. :)

Yvonne möchte wissen.

Wie sieht ein perfekter Tag für Euch aus?

Wenn wir frei haben, dann so: Lange ausschlafen, gemeinsam mit der Familie schön frühstücken, mit den Kindern rumalbern, lesen, lesen, lesen, lesen, kochen, essen, lesen, lesen, je nach Wetter einen Ausflug machen oder lesen, lesen, lesen – und am Abend gemütlich auf dem Sofa einen Film gucken.

Ein perfekter Arbeitstag sieht so aus, dass wir ausgeschlafen in Ruhe arbeiten können und uns die Muse küsst, dass die Wörter nur so aus uns raus fließen :)
 

Für was seid Ihr im Leben am dankbarsten?

Definitiv für das ganze Glück, dass wir schon hatten. Angefangen von unserer engen Freundschaft und unseren wunderbaren Familien bis hin zu der Möglichkeit, dass wir unsere große Leidenschaft und gleichzeitig unser schönstes Hobby zum Beruf machen durften!

Welche kleineren oder größeren Macken habt Ihr?

Also: Ulli liebt Knoblauch (auch wenn ihn andere Leute nicht lieben), kostet beim Kochen immer so viel, dass sie nachher keinen Hunger mehr hat und übt schon mal einen Monat lang heimlich den Bankstütz, um ihren Mann darin zu schlagen ;)

Carmen ist ein Deadline-Junkie, schreibt am liebsten in der Nacht bei Kerzenlicht und fängt ständig neue Strickstücke an, die sie ja doch nie zu Ende strickt.


Was ist das Liebste, das ein anderer je zu Euch gesagt hat?

Das Schönste, was man schon zu uns beiden gesagt hat (in Form einer E-Mail), war der Satz: Ich habe noch nie einem Autor geschrieben, aber bei euch musste ich es einfach tun, da ihr meine absoluten Lieblingsautorinnen seid und mich die Geschichten von euch so berührt haben, wie noch keine andere.

Das ist schon ziemlich schwer zu toppen ;)

Meine Fragen:

Wenn ihr auf einer einsamen Insel ausgesetzt werden würdet, was bräuchtet ihr unbedingt dabei?

Ulli: Ein All Inclusive Hotel ;)

Carmen: Da schließe ich mich an! (Und nehme noch meinen Kindle mit gefühlten 1000 Büchern darauf mit :))


Wem von euch fallen am ehestens die Geschichten ein oder ist das ziemlich ausgeglichen?

Der erste Funke kommt meist von Ulli, da es in ihrem Hirn ständig rattert und die Ideen nur so hindurchfegen. :) Wenn es dann bei uns beiden kribbelt, wissen wir, dass es Sinn macht, hier tiefer zu gehen. Die weitere Geschichte entspinnt sich dann im Gespräch meist von selbst – deshalb macht das Plotten zu zweit auch so einen Riesenspaß.

Könnt ihr immer gut miteinander schreiben oder bekommt ihr euch auch mal wegen einer Geschichte in die Wolle?

Natürlich diskutieren wir ab und zu über Szenen, aber nie so, dass wir uns deswegen ernsthaft in die Haare kriegen. Außerdem haben wir über die Jahre gelernt, dass es die Geschichte immer besser gemacht hat, wenn wir uns uneinig waren, weil wir so oft auf kleine Ungereimtheiten im Plot gestoßen sind.

Von jedem unabhängig. Was ist euer liebstes Buch (ausgenommen eure eigenen) und sollte jeder mal gelesen haben?
(ich bin so neugierig, ob ihr auch im Buchgeschmack sehr ähnlich seid)
 




Ulli: Hm, das ändert sich immer wieder, welches Buch mir gerade am besten gefällt. Im Moment ist es „Fallers große Liebe“, da ich es sehr berührend finde. 

 
 



Carmen: Bei mir es aktuell „Die unendliche Geschichte“, weil ich sie gerade mit meinem Sohn wieder lese und nun zum ersten Mal mit erwachsenen Augen sehe, wie großartig und auch tiefsinnig diese Geschichte ist.







Ich bedanke mich vielmals bei Ulli und Carmen, dass sie sich die Zeit genommen haben unsere Fragen zu beantworten und bei meinen beiden Bloggerkolleginnen, dass wir so eine gute Kommunikation unter einander hatten.

Nun hoffe ich natürlich, dass ihr noch etwas neugieriger auf die Autorinnen und ihre Bücher geworden seit und gleichzeitig ein bisschen Hintergrundinformationen erfahren habt. :)

Noch ganz viel Spaß bei den weiteren Berichten innerhalb der Fantasywoche!!!



Blogtour: Chosen - Die Bestimmte von Rena Fischer


Herzlich Willkommen zur Blogtour rund um den Debütroman von Rena Fischer.

"Chosen" ist der erste Band einer Dilogie, welcher mich schon von den ersten Seiten an begeistern und faszinierend konnte.

In den letzten Tagen habt ihr ja schon ein bisschen was zum Buch bei Nadine und den Charakteren bei Julia einen Einblick erhalten. Ich hoffe sehr, dass ihr jetzt auch unglaublich neugierig auf das Buch und seine Story seit.

Heute ist der letzte Tag unserer tollen Blogtour und ich möchte euch sehr gerne die unglaublich sympathische Autorin etwas genauer vorstellen.

Ich entschuldige mich schon jetzt, dass es so unendlich viele Fragen geworden sind. Aber ich war soooo neugierig und ich hoffe auch hier könnt ein paar interessante Fakten zum Buch und der Autorin entdecken.




 Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch Sensus Corvi ist kein normales Internat: Emma ist eine Emotionentaucherin und kann die Gefühle anderer Menschen spüren. Auch all ihre Mitschüler verfügen über besondere Gaben, was für Emma etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der charismatische Aidan kann beispielsweise die Elemente beeinflussen – vor allem aber bringt er Emmas Gefühlswelt ziemlich durcheinander ... Als plötzlich Jared, ein ehemaliger Schüler, bei Emma auftaucht und sie in das düstere Geheimnis einweiht, das hinter den Mauren des Internats lauert, gerät Emma zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Eine Rebellion bricht los, die mehr ist als ein erbitterter Kampf. Und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod! 






An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal ganz herzlich bei der lieben Rena Fischer bedanken, dass Sie sich die Zeit dafür genommen hat mir meine ganzen Fragen zu beantworten. :)



Stell dich meinen Lesern doch erstmal kurz vor.

Hallo, ich heiße Rena Fischer und bin in München geboren und aufgewachsen.

Lesen wurde schon früh meine große Leidenschaft. Die Stadtbücherei war nur ein paar Minuten mit dem Rad von daheim entfernt und auch zur nächsten Buchhandlung gelangte ich in nur zehn Minuten. Gegen Ende der Grundschulzeit durchlitt ich diese „Indianerphase“, in der mir meine Eltern eine 42-bändige Karl-May-Sonderedition zu Weihnachten schenkten. Ich zerrte den Umzugskarton voller Bücher vom Tannenbaum in mein Kinderzimmer und sie bekamen mich den Rest der Weihnachtsferien nur noch zur Nahrungsaufnahme zu Gesicht. Ein Schlüsselerlebnis für mich war die Entdeckung der „Unendlichen Geschichte“ von Michael Ende. Sie hat mich erstmalig in das Genre Fantasy entführt, dem ich heute noch verfallen bin.

Mit dem Schreiben habe ich etwa mit 11 Jahren begonnen. Damals waren diese chinesischen Tagebücher mit Seideneinband und Illustrationen wie Drachen, Segelboote, etc. in Mode. Ich habe sie mit eigenen Geschichten, Erlebnissen oder Fanfiction gefüllt und mit allem Möglichen (Fotoschnipsel, gepresste Blumen, etc.) zu Scrapbooks angereichert. Auf die Idee, das Schreiben zu meinem Beruf zu machen, bin ich erst viel später gekommen.

Nach Abitur und Wirtschaftsstudium zog es mich beruflich und privat häufig nach Irland bis ich mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter eine Zeit lang im warmen Spanien lebte. Nach der Geburt meiner Zwillingssöhne beschloss ich, die Arbeit in meinem "respektablen" Beruf zu reduzieren, bis ich sie ganz an den Nagel hängte, um mich wieder dem zu widmen, woran mein Herz hängt: dem Schreiben. 

Übrigens zeigt das Bild die Autorin auf dem One World Trade Center vor der Skyline von New York. Diese aufregende Stadt hat die Autorin besucht um ein Feeling dafür zu entwickeln, denn es wird zum Teil Schauplatz von Chosen 2 sein. 

→ Beschreibe dich in drei Worten. 

kreativ, büchersüchtig, koffeinabhängig 

→ Was macht dir am Schreiben am meisten Spaß? 

Das „Malen mit Wörtern“, an einer Formulierung zu feilen, bis man glücklich ist, ein Bild geschaffen zu haben, das sich wie ein dreidimensionaler Raum vor einem entfaltet. In Bücher muss man hineinschlüpfen, sie erleben können.

Außerdem faszinieren mich die Recherchearbeiten ungemein. Du glaubst, du sitzt in einem Boot und steuerst ein festes Ziel an, doch plötzlich treibt ein Sturm von Informationen dich an fremde Küsten, inspiriert dich zu etwas ganz Neuem. 

→ Wo bist du am kreativsten? 

An meinem Schreibtisch. Nachts. 😉 

→ Du gehst gerne Wandern habe ich gelesen. Das macht dich gleich noch mal sympathischer, denn ich liebe es im Urlaub zu wandern. :D Was ist dein Ausgleich zum Schreiben, das Wandern oder etwas ganz anderes? 

Zum Wandern komme ich leider auch fast nur noch im Urlaub oder bei einigen Wochenendausflügen. Aber ich liebe ausgedehnte Spaziergänge im Wald. Mein Ausgleich zum Schreiben sind meine Kinder, die mich immer wieder neu inspirieren und fordern 😉. 

→ Gibt es bei dir einen normalen Schreiballtag? Wenn ja, wie sieht dieser aus? 

„Normal“ verläuft das Leben einer berufstätigen Mutter von drei Kindern eher selten 😊.

Ich stehe um 6:15 Uhr auf, mache Frühstück für alle und gehe danach meist eine kurze Runde spazieren, während mein Mann die Kinder zur Schule bringt. Koffein- und sauerstoffgestärkt mache ich mich dann an die Schreibarbeit. Meist lese ich zunächst, was ich am Vortag geschrieben habe, schlage die Hände über dem Kopf zusammen und mache erste Überarbeitungen und Kürzungen. Dann beginnt das neue Schreiben. Die Nachmittage teile ich mir unterschiedlich ein. Wenn meine Kinder von der Schule kommen, bin ich für sie da, falls sie Hilfe bei den Hausaufgaben oder dem Lernen brauchen. In dieser Zeit erledige ich im Idealfall auch meine Korrespondenz, recherchiere, schreibe Artikel für meinen Blog oder schaue in meinen Social Media Accounts vorbei. Nach dem Abendessen schreibe ich weiter. Oft kommen mir gerade dann besonders kreative Ideen. Pro Tag schaffe ich in etwa 600-1000 Wörter. 

→ Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus? 

Das erinnert mich jetzt irgendwie an Rabbit aus Winnie the Pooh, der eine Party perfekt planen wollte und dabei allen den Spaß verdorben hat. Oft sind es gerade die kleinen Unperfektheiten des Tages, die sich zu etwas Besonderem entwickeln. Vielleicht schaffe ich an einem Tag nicht meinen angestrebten Wordcount, aber dafür habe ich beim Recherchieren eine geniale Idee für einen neuen Roman gefunden. Vielleicht lief der ganze Nachmittag anders als geplant, weil mein Sohn sich beim Fußballspielen verletzt hat, aber dafür lacht er beim Abendessen wieder und fühlt sich wie ein tapferer Krieger. Ich entwerfe keinen Plan für einen perfekten Tag, sondern suche in seinen kleinen Momenten das Besondere. 

→ Seit wann schreibst du an dieser Geschichte? 

Die Idee für Chosen kam mir Anfang 2014. Davor habe ich an anderen Projekten gearbeitet, aber Emma hat darauf bestanden, dass ich sie allen anderen vorziehe. Vor dem Sommerurlaub hatte ich den ersten Entwurf fertig. Nach etlichen Umarbeitungen zwang mich meine Tochter dann Anfang 2015, mit meinem Roman endlich an die Öffentlichkeit zu gehen. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, sonst würde ich wahrscheinlich immer noch daran feilen. 

→ Wie bist du das erste Mal mit der Geschichte in Berührung gekommen? 

Mich haben schon immer Menschen mit besonderen Fähigkeiten fasziniert. Die gibt es nicht nur im fantastischen Bereich. Ich denke da an Synästhetiker, also Menschen, die Zahlen oder Buchstaben in Farben wahrnehmen können, oder an Menschen mit Inselbegabungen. Ich habe mich gefragt, wie junge Menschen mit einer derartigen Gabe umgehen würden. Wäre es mehr Segen oder Fluch für sie? Würden sie anderen davon erzählen oder hätten sie Angst, dass jemand ihre Gabe in irgendeiner Weise für seine eigenen Zwecke missbrauchen könnte? Gleichzeitig fand ich es spannend, Irland als Setting zu wählen, da es so eine wunderschöne Insel ist und der kämpferische, leidenschaftliche Charakter der Iren perfekt zu meinen Figuren passt. 

→ Haben die Charaktere etwas von Personen aus deinem Umfeld, oder sind sie ganz ohne Berührungspunkten zu Freunden und Bekannten entstanden? 

Ich würde niemals Freunde, Bekannte oder die Familie direkt in meinen Büchern porträtieren, so wie Thomas Mann es beispielsweise in den Buddenbrooks tat. Zwangsläufig fließen Charakterelemente von Menschen, denen man irgendwann im realen Leben begegnet, in die Figuren ein, aber ich erfinde tatsächlich in meinen Geschichten immer neue Charaktere. 

→ Wie viel von Emma steckt in dir selber? 

In jedem meiner Charaktere steckt natürlich ein bisschen von mir selbst. Emma ist aber viel mutiger als ich und dennoch einfühlsam, sie bemüht sich, andere nicht zu verletzen. So liest sie beispielsweise nicht in dem privaten Tagebuch Aidans weiter, als sie es als solches erkennt. Ich hatte vor kurzem erst eine Diskussion mit anderen Müttern, die der Meinung waren, es sei ihre pädagogische Pflicht, heimlich die Whatsapp-Chats ihrer Kinder zu kontrollieren. Für mich ist das ein Eindringen in ihre Privatsphäre. 

→ Wusstest du am Anfang des Schreibens genau wohin die Geschichte führen soll oder hat sie sich ganz von alleine entwickelt? 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem die Konstruktion des Plots und das Zusammenführen der einzelnen Handlungsstränge nicht so gut gelingt, wenn man einfach ins Blaue schreibt. Deshalb nehme ich mir am Anfang die Zeit, einen ausführlichen Plotentwurf von etwa 30 bis 40 Seiten zu machen, an dem ich mich beim Schreiben hangle. Aber natürlich kommen mir während des Schreibens immer wieder neue Ideen, die eingeflochten werden. 

→ Hand aufs Herz. Welcher der beinhaltenden Charaktere ist dein Liebster und welcher war am schwierigsten zu handhaben? 

Ich liebe alle meine Hauptfiguren und versuche, sie möglichst realistisch darzustellen, gerade auch die schwierigen unter ihnen. Meine Charakterblätter sind voll von Hintergrundinformationen, die ich mir zu ihrer Kindheit und Jugend ausgedacht habe, um mich selbst davon zu überzeugen, warum sie so geworden sind, wie sie eben sind. Natürlich kann ich das alles nicht in den Roman schreiben, denn das würde das Ausmaß sprengen und die Lesbarkeit einschränken. Da halte ich es mit M. Ende: „Das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.“ 😉 Einige Dinge werden sich auf jeden Fall im zweiten Band klären, da gibt es noch so manche Überraschung. Und ja, ich hänge sehr an meinen Figuren. Als eine gewisse Person gestorben ist (ich möchte das jetzt nicht spoilern), saß ich heulend vor dem Rechner und niemand durfte mich stören, bis die Szene fertig war. 

→ Würdest du gerne mal wie Emma auch in die Gefühle deiner Mitmenschen eintauchen können? 

Auf jeden Fall fände ich das angenehmer, als die Gedanken so mancher Mitmenschen lesen zu müssen 😁. Aber so toll es klingt, ich denke, es ist schwierig, mit so einer Gabe im Alltag umzugehen. Andererseits könnte man diese Fähigkeit auch nutzen, um Menschen zu helfen, die unglücklich sind und nicht wagen, ihre Gefühle offen zu zeigen. 

→ Welche der Gaben in deinem Buch hättest du gerne? 

Definitiv Telekinese. Man stelle sich das einmal vor: Du liegst auf der Couch, wärmst die Füße am prasselnden Kaminfeuer und lässt einfach die Bücher aus der Anbauwand zu dir schweben, ohne aufstehen zu müssen. 

→ Wann kommt der zweite Band dieser Dilogie heraus? 

Voraussichtlich im Herbst 2017. 

→ Schreibst du schon an weiteren Projekten oder kümmerst du dich erstmal nur um Chosen? 

Ich habe schon davor andere Projekte entworfen und Plots ausgearbeitet, bis mich die Idee für Chosen zu sehr gefangen genommen und alles andere verdrängt hat. Tatsächlich habe ich schon das Exposé für ein weiteres Jugendbuch mit meiner Lektorin bei Thienemann besprochen, sie ist ganz begeistert davon, so dass es auf jeden Fall nach Chosen nicht still um mich werden wird. 

→ Das Cover ist der Hammer, wenn ich das bemerken darf. :D Hattest du die Möglichkeit mit zu entscheiden oder ging das komplett vom Verlag aus? 

Das Cover ist wunderschön! Ich bin auch total begeistert. Das Lob gebührt allerdings voll und ganz dem Verlagsteam und dem wunderbaren Mediendesign-Team von Favoritbüro, bei denen ich mich auch persönlich bedankt habe. Ich habe nur zu den Klappen- und U-Texten beigetragen, aber natürlich gab es auch von meiner Seite an dem Cover nichts auszusetzen. 

→ Hörst du Musik beim Schreiben oder muss es dabei komplett ruhig um dich herum sein. Oder inspiriert dich die Musik eventuell, bestimmte Szenen zu schreiben? 

Meistens brauche ich Ruhe zum Schreiben. Manchmal setze ich mich aber durch Musik gezielt in eine bestimmte Stimmung, z.B. höre ich den Docking Soundtrack von Interstellar gerne vor dramatischen Szenen. 

→ Für welche Leser glaubst du, ist dein Buch am besten geeignet? 

Der Verlag gibt mein Buch ab 13 Jahren an. Ich denke, es ist von der Handlung her vielschichtig genug, dass es auch Erwachsene interessiert, die sich für die Genres Romantasy und Abenteuer begeistern. Ich stibitze auch seit Langem die Jugendbücher meiner Tochter von ihren Regalen. 

→ Mir persönlich kommt es nach dem Lesen deines Buches so vor, als ob du schon ewig Schriftstellerin sein müsstest. Wie war das Schreiben des Buches für dich? 

Kleinere Geschichten habe ich bereits als Kind und in meiner Jugend geschrieben. Später habe ich Reisetagebücher geführt und Erlebnisse zu Papier gebracht. Als ich nach der Geburt meiner Söhne beschloss, mich tatsächlich an einen Roman zu wagen, habe ich mich vorab mit dem Schreiben und verschiedenen Stilen auseinandergesetzt und experimentiert. Ich bin sehr selbstkritisch. Wenn man viel liest, ist man von den ersten eigenen Schreibentwürfen zunächst gar nicht begeistert.

„Chosen - Die Bestimmte“ ist zwar mein Debütroman, aber nicht der erste Roman, an dem ich schreibe. Ich habe einige Projekte in der Schublade, die ich nicht an Verlage geschickt habe, weil ich sie noch nicht für veröffentlichungsreif hielt.

Das Schreiben an Chosen war für mich, die ich immer mehr meinen Stil fand, etwas ganz Besonderes, auch, weil meine damals 15 jährige Tochter großen Anteil daran hatte und so begeistert von der Geschichte war. 

→ Hast du Autoren-Vorbilder, an denen du dich orientierst oder die dich geprägt haben? Welche Genres liest du selber unheimlich gerne? 

Ich bewundere viele andere Autoren, versuche aber natürlich, mich auf meinen eigenen Stil zu konzentrieren. Schreib- und Lesephasen trenne ich daher strikt.

Seit meiner Kindheit lese ich in vielen verschiedenen Genres. Das beginnt bei Klassikern und endet bei aktuellen Jugendbuch-, Thriller- und Fantasyautoren. Ich mag romantische Bücher, aber auch Bücher mit Spannung und Action. Es kann auch gerne gruslig werden, solange es nicht in ein reines, unappetitliches Gemetzel ausartet.



 
→ Mal was Anderes, abgesehen von deinen eigenen Werken. 
Was ist dein liebstes Buch, das wirklich jeder Leser mal gelesen haben sollte? 

Da fallen mir auf Anhieb eine Menge ein. Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat, ist beispielsweise „Morgen in der Schlacht denk an mich“ von Javier Marías. Es ist allerdings sehr düster und durch seinen essayistischen Charakter nicht leicht zugänglich. Definitiv gehört es zu den Büchern, deren erster Satz einen schon in den Bann schlägt: „Niemand denkt je daran, dass er irgendwann eine Tote in den Armen halten könnte.“ 




→ Was war es für ein Gefühl die Zusage vom Verlag zu erhalten und tatsächlich zu wissen, das eigene Buch wird verlegt und wird bald von vielen Lesern in den Händen gehalten? 

Die Nachricht von dem Vertragsangebot erreichte mich mitten im Urlaub. Somit herrschte natürlich eine ganz entspannte, besondere Atmosphäre. Wir kamen gerade aufs Zimmer, ich las vor dem Abendessen noch schnell die E-Mails und fiel fast vom Bett. Bis auf meine Tochter und meinen Mann hatte ich bis dahin niemanden im Verwandten- und Bekanntenkreis in meine geheimen Schreibaktivitäten eingeweiht. Ich glaube, erst in diesem Augenblick habe ich mich wie eine „richtige“ Autorin gefühlt. Danach ist mein Mann erst einmal losgezogen, um eine Flasche Sekt zu besorgen. 

→ Hättest du es auch als Selfpublisher probiert oder wirklich nur in einem Verlag? 

Ein schwieriges Thema. Vermeintlich ist es heute so einfach wie noch nie, ein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen. Ein Verlagsvertrag ist jedoch auch gewissermaßen eine Bestätigung, dass das Geschriebene noch jemand anderem gefallen hat, der viel liest und sich in der Branche bestens auskennt. Natürlich kann es den Lesern trotzdem nicht gefallen, aber für mich persönlich war diese Bestätigung einfach sehr wichtig.

Zudem kenne ich einige Selfpublisher und weiß daher, wie viel Arbeit dahinter steckt, das eigene Buch zu vermarkten.

Ich hatte Glück, dass es bei mir mit einem Verlagsvertrag geklappt hat. Und ich wünsche all denen, die sich mit Feuereifer in das Abenteuer Selfpublishing stürzen, ebenfalls Glück, dass sie auf diesem Weg ihr Ziel erreichen. 

→ Wie viel Angst oder Vorfreude hast du vor Rezensionen? Wie stehst du überhaupt dazu? 

Klar ist man aufgeregt, wie der erste veröffentlichte Roman beim Publikum ankommt. Glücklicherweise habe ich vom Verlag schon ein paar Rezensionen von Vorablesern erhalten, die sehr positiv ausgefallen sind, was mich ein wenig beruhigt hat. Aber Geschmäcker sind natürlich verschieden und wenn ich mir die Rezensionen von Büchern ansehe, die ich genial finde, gibt es auch dort kritische Stimmen. An sich halte ich jedes Feedback für wertvoll, denn nur wenige nehmen sich die Zeit, die gelesenen Bücher zu rezensieren. 

→ Was sind Deine Pläne in Bezug auf das Schreiben und Veröffentlichen für das Jahr 2017? 

Ich schreibe natürlich an dem zweiten Band von Chosen, der im Herbst 2017 veröffentlicht wird, damit meine Leser nicht zu lange warten müssen, bis sie entdecken, was es wohl mit dem Prolog und dem Epilog des ersten Bandes auf sich hat 😉. 

Wo findet man Informationen zu dir und deinen Büchern? 

Blog: http://www.renafischer.com
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Es freut mich natürlich sehr, dass nicht nur die Autorin so hinter unserer Blogtour steht sondern auch der Verlag sodass wir eine tolle Überraschung haben und ihr mit dem beantworten der jeweiligen Frage auf den Blogs die Möglichkeit habt eines von fünf Büchern zu gewinnen.

Unsere Gewinne:
 


Meine Frage an Euch:

Welche Musik schaltet die Autorin ein um in eine Stimmung für dramatische Szenen zu kommen?

Teilnahmebedingungen:

Die Teilnahmebedingungen findet ihr direkt auf der Seite vom Verlag:http://www.thienemann-esslinger.de/verlag/ueber-uns/teilnahmebedingungen-gewinnspiele/chosen-blogtour/

Blogtourfahrplan:

17.01.2017 Buchvorstellung
18.01.2017 Charaktervorstellung
19.01.2017 Interview mit der Autorin --> bei mir 

Alle Beiträge und Infos zum Gewinnspiel findet ihr auch in unserer

Facebook-Veranstaltung



Dann hoffe ich auf rege Teilnahme bei unserer schönen Blogtour und wünsche euch einen schönen Tag.