Rezension: Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz von Jenifer Alice Jager


 Diese Rezension basiert auf einem kostenlosen Rezensionsexemplar, enthält aber meine eigene und freie Meinung.
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Bisher mochte ich noch jedes Buch der Autorin und daher war ich unglaublich neugierig auf ihren neuen Märchenreihenauftakt, wobei hier wohl jeder Band für sich alleine stehen soll.

Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz von Jennifer Alice Jager

Bildrechte Impress


EBook: 249 Seiten
Verlag: Impress by Carlsen Verlag
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
Kostenpunkt: E-Book 3,99 €
Erschienen: Februar 2018 
Band 1: Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz (Rosenmärchen 1)
Band 2: Blutrote Dornen. Der verzauberte Kuss (Rosenmärchen 2) 

 

Seit dem Tod ihrer Mutter sind die Schwestern Snow und Rose auf sich allein gestellt. Gemeinsam führen sie ein bescheidenes Gasthaus an der Grenze zum verwunschenen Wald. Viele Gefahren drohen dort, doch die Schwestern konnten immer auf sich aufpassen. Bis sie eines Tages einem geheimnisvollen Fremden Obdach gewähren und Snow ihr Herz an ihn verliert. Plötzlich befinden sich Rose und Snow mitten in einem magischen Krieg zwischen den Zwergen und den Feen des Waldes. Und damit mitten in einem Kampf um Liebe, für die Freiheit und um das Schicksal eines ganzen Königreichs.


Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.


Den Schreibstil empfand ich insgesamt leider nicht so rund wie in ihren bisherigen Büchern und Adaptionen. Es war gerade zu Beginn oftmals sehr holprig und hat mich stutzen lassen. Mit der Geschichte wird auch der Stil wieder angenehmer und flüssiger, dennoch konnte er mich dieses mal nicht ganz so verzaubern wie sonst.  

Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise von Snow und wechselt 1-2 Mal in die Perspektive des verwunschenen Prinzen. Die Schwestern Rose und Snow sind wie das Märchen selber angelehnt an Schneeweißchen und Rosenrot, welches ich früher geliebt habe. Es ist ein tolles Märchen mit viel Aussagekraft und tollen Charakteren.

Snow ist die jüngere Schwester, leider sehr unbeholfen, sprunghaft und wie ich finde oftmals auch sehr naiv und unrund. Sie ist ein sehr liebenswerter Charakter, aber mir hat bei mir oftmals der starke Teil gefehlt. Ich konnte sie einfach nicht richtig greifen, was mir alles etwas erschwert hat.

Rose ist die ältere der beiden Schwestern und eine starke, offene und hilfsbereite Persönlichkeit. Sie sagt gerade heraus was sie denkt, lässt sich nur schwer um den Finger wickeln und greift gerne mal anderen unter den Arm wenn es sein muss. Sie hat einen großen Beschützerinstinkt ihrer Schwester gegenüber und wirkt daher manchmal etwas ruppig. Letztlich ist sie aber ein herzensguter Mensch.

Chris war für mich ein sehr blasser und kaum greifbarer Charakter. Man erfährt nur einen kleinen Teil zu seinem Wesen, welcher jedoch letztlich erst zum Schluss richtig aufzeigbar wurde. Sein Charakter war mir einfach zu schwach gestaltet, da er nicht mal bereit war für sich und andere zu kämpfen. Er war eine Spielpuppe, welche man hin und her schieben konnte wie man wollte. Das hat es mir leider sehr schwer gemacht ihn ernstzunehmend und wirklich zu mögen.

Alle weiteren beteiligten Charaktere konnte man nicht wirklich großartig greifen, was ich etwas schade fand. Gerade Chris Bruder hatte zwar seinen Part, aber dieser war wirklich nur am Rande interessant. Sein Charakter machte einen interessanten Eindruck, aber er wurde einfach nicht richtig mit eingebunden was ich unglaublich schade finde.

Die aufgebaute Umgebung in der Geschichte selber hat mir wirklich gut gefallen. Das gemütliche Gasthaus, welches die Schwestern führen und der verwunschene Wald mit seinen Mysterien und den märchenhaften Elementen hat eine schöne Atmosphäre geschaffen, welche dazu beigetragen haben ein bisschen zu träumen.

Insgesamt hat mich die Umsetzung der Geschichte jedoch nicht komplett überzeugen können. Die Entwicklung der Geschichte war mir an manchen Stellen leider etwas zu schnelllebig und verwirrend. Es gab insgesamt viele gute Ansätze und interessante Ideen, welche neugierig gemacht und das Lesen vorangetrieben haben. Dennoch muss ich sagen, dass es für mich bisher die schwächste Adaption von den bisher gelesenen war.


Mit „Schneeweiße Rose – Der verwunschene Prinz“ hat Jennifer Alice Jäger eine nette Märchenadaption zu Schneeweißchen und Rosenrot ins Leben gerufen. Die eingebauten märchenhaften Elemente, sowie das Setting haben ein gutes Gefühl bei der Geschichte hinterlassen. Die Charaktere hingegen konnten mich leider nicht vollkommen überzeugen, was das Lesen etwas erschwert hat.





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