Rezension: Das Herz der purpurnen Distel von Sophie Morrison

Die Beschreibung dieses Romans klingt vielversprechend und hat mich vom ersten Moment an sehr neugierig gemacht.

Eigentlich bin ich nicht so diejenige, welche gerne Romane liest welche viel Etikette und die alten Sitten widerspiegelt und dennoch war ich neugierig wie sich die Geschichte hier entwickelt.

Das Herz der purpurnen Distel von Sophie Morrison

Bildrechte Sophie Morrison

Daten & Fakten:

Taschenbuch: 644 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Sprache: Deutsch
Reihe: 1 / ?
ISBN: 978-1-515-306-856
Kostenpunkt: E-Book 3,99 €, TB 16,99 €
Erschienen: August 2015

Der Inhalt:

Die Britischen Inseln, 1649

Während die Nachwehen des Bürgerkrieges noch überall spürbar sind, wächst die junge Kendra MacAllan, halb Schottin, halb Engländerin, zu einer selbstbewussten Frau heran.
Dank ihrem Vater genießt sie zuhause in Schottland außergewöhnlich viele Freiheiten, die in völligem Kontrast zu den Besuchen bei ihren adligen Großeltern in London stehen.
Ihren Wurzeln zuliebe versucht Kendra beiden Welten gerecht zu werden, womit sie sich allerdings nicht arrangieren kann, ist die leidige Suche ihrer Großmutter nach einem angemessenen Ehegatten. Längst hat Kendra beschlossen, dass sie ihre kostbare Unabhängigkeit niemals gegen die Fesseln einer Ehe eintauschen wird.
Als sie jedoch völlig unverhofft dem attraktiven Finley MacCarter begegnet, gerät ihre strenge Prinzipientreue ins Wanken. Kendra kann sich seinem bezaubernden Charme nicht entziehen und verliert nach und nach ihr Herz an Finley.
Nachdem Kendras Vater jedoch von dieser Verbindung erfährt, setzt er ihr ein jähes Ende.
Kendra wird mit der schmerzlichen Wahrheit konfrontiert, dass die Vergangenheit eine gemeinsame Zukunft mit Finley unmöglich macht.
Krampfhaft bemüht sich Kendra zu vergessen.

Wird es ihr gelingen?

Die Autorin:

Sophie Morrison, Jahrgang 1982, lebt und arbeitet in der Nähe von Baden-Baden.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung, brachte ihre Schwägerin sie auf die Idee, sich im kreativen Schreiben zu versuchen.

Durch ihre unerklärliche Verbundenheit zu Schottland und als Fan historischer Romane war schnell klar, in welchem Land und zu welcher Zeit die Geschichte spielen soll.

Das Cover:

Mich hat das Cover neugierig gemacht, denn es passt perfekt zum Inhalt der Geschichte. Die Distel ist ein durchaus wichtiger Punkt der Geschichte.

Mein Fazit:

Wenn ich mit der Schreibweise von Sophie Morrison beginne muss ich sagen, dass sie unglaublich gut gewählt wurde. Sie ist flüssig, leicht zu lesen und passt perfekt in die damalige Zeit hinein. Man fühlt sich sofort in der Zeit zurückversetzt.

Die Personen werden hervorragend und unglaublich bildhaft und emotional wiedergegeben. Ich konnte mir eigentlich so gut wie jeden Charakter zumindest im groben Ansatz vorstellen und vor allem die Hauptcharaktere Kendra und Finley konnte ich in mein Herz schließen und sie bei ihrer Reise begleiten.

Kendra ist eine wohlerzogene, freundliche, liebenswürdige und freiheitsliebende Person welche gerne ihr Leben nach den eigene Vorstellungen lebt. Nun ist es in ihrer Zeit nicht der Etikette genügend, sondern es sind gewisse Seiten des Lebens einfach vorbestimmt. Dennoch merkt man sehr schnell, dass ihr Charakter sich nicht gerne und vor allem nicht besonders gut in eine Jacke zwängen lässt. Sie versucht ihr Leben selber in die Hand zu nehmen, wobei dies nicht einfach ist wenn man gleichzeitig der eigenen Familie gerecht werden möchte.

Finley ist ein offener, lebensfroher, geheimnisvoller und verdammt charmanter Kerl der selbst mir den Hof hätte machen können und das obwohl ich damit so gar nichts am Hut habe. *g*

Seine Persönlichkeit ist erfrischend, auffallend und gleichzeitig irgendwie beruhigend. Ich mochte ihn als Person, auch wenn hinten dran so viel Schatten steckt. Trotz allem bin ich der festen Überzeugung, dass er die beste Partie im gesamten Buch ist. ;)

Die Geschichte um Kendra wurde ausführlich, aber dennoch mitreisend beschrieben. Man konnte ein Gefühl für die Charaktere, aber auch die Umgebungen bekommen. Man wird immer wieder überrascht, wird in eine andere Richtung gedrängt und landet letzten Endes doch wieder ganz woanders.

Trotz, dass alles sehr ausführlich beschrieben wird ist es nicht langweilig. Für diese Zeit- und Liebesgeschichte ist es passend auch wenn man ein bisschen mehr Zeit benötigt um alles gelesen zu haben. ;o)

Das Ende des ersten Bandes hat mir ein trauriges Seufzen entlockt und ich hoffe sehr, dass es schlussendlich doch besser ausgehen wird als wie es derzeit aussieht.

Mein Gesamtfazit:

Für einen Debütroman kann ich nur sagen, wurde hier sehr gute Arbeit geleistet. Die Charaktere sind gefühlsbetont, die Länder und Orte lebendig, sowie die Geschichte abwechslungsreich und unterhaltend. Man wird in eine Zeit zurückversetzt, die nicht einfach war und somit auch die Liebe nicht immer nach dem eigenen Willen geformt werden konnte.

Hier lohnt es sich auf alle Fälle reinzulesen und sich in eine längst vergangene Zeit hineinfallen zu lassen.

Meine Wertung:



Liebe Grüße,

eure Ruby

@ zur Verfügung gestellt von Sophie Morrison

Kommentare:

  1. Hallo Ruby,

    das Buch hatte ich bis jetzt noch gar nicht auf meiner Liste, auch wenn sich die Story echt gut anhört! Danke für den Buchtipp!

    LG Desiree

    AntwortenLöschen
  2. Hört sich interessant an. Ist das so ähnlich wie Johanna Lindsey? die habe ich irre gerne gelesen
    lg Tanja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Tanja,

      wenn ich ganz ehrlich bin, dann kann ich dir das nicht sagen. Ich kenne die Bücher von Johanna Lindsey nämlich gar nicht. :P

      Liebe Grüße,
      Ruby

      Löschen
    2. Ganz untypisch oute ich mich etwas, das sind die Schnulzen Erotikbücher die meistens die eigene Mutter gelesen hat *gg* trotzdem habe ich sie alle verschlungen

      Löschen
    3. Selbst die Autorin kennt die Bücher nicht, daher können wir das jetzt gar nicht sagen. :P
      Aber, Sophie wird sich mal reinlesen. ;)

      Liebe Grüße,
      Ruby

      Löschen
  3. Das Buch klingt großartig! Wäre ich nie drauf gekommen, danke für den Tipp :)

    AntwortenLöschen